ABBEHAUSEN Wer sind Ottmar und Oskar? Dieser Frage ist das Publikum bei der neuen Inszenierung der Abbuser Spoaßmoakers am Mittwoch im Dorfkrug-Saal nachgegangen. Bei der Premiere der Komödie „Undöög to tweet“ aus der Feder von Erika Elisa Karg und übersetzt ins Plattdeutsche von Gerd Meier gab es viel zu lachen. Den Abbehauser Laiendarstellern ist wieder einmal eine gelungene Aufführung geglückt.

Komplette Klinik-Kulisse

Dank der freundlichen Leihgabe der Wesermarsch-Klinik konnten die Bühnenbauer um Helmut Bergstädt ein voll ausgestattetes Krankenzimmer mit zwei Betten präsentieren. Neben einem Rollstuhl komplettierten zwei Tische, ein Infusionsständer und eine typische Beleuchtungsleiste die Klinik-Kulisse.

Die beiden Patienten Oskar (Dieter Jantzen) und Ottmar (Helmut von Nethen) trugen Thrombosestrümpfe und hinten offene Krankenhemden. Ihr nahezu identisches Aussehen, einschließlich der kunstvoll umwickelten Köpfe und gepflasterten Nasen, machte die Szenerie sehr glaubhaft und optisch ansprechend. So konnte die Verwechslungskomödie ihren turbulenten Lauf nehmen.

Die Akteure, allen voran Oberschwester Wilma (Waltraud Frerichs) und Ottmars Schwester Helene (Claudia Böltes), zeigten sich in Höchstform.

Besonders die „vertrocknete Pflaume“ Helene mit ihrer affektierten Art und ihrem ständig gesäuselten „Ottmarlein“ sorgte regelmäßig für Lacher im Publikum. Auch die resolute Oberschwester Wilma, die in Ottmar einen alten Schulfreund wiedererkannte und diesem immer mehr nachstellte, kam bei den Premierengästen gut an.

Taugenichts und Chef

Im Mittelpunkt allerdings standen der Taugenichts Oskar und der Firmenchef Ottmar. Die beiden haben ihr Gedächtnis verloren und sind per Zufall im selben Krankenzimmer gelandet, wo sie trotz ihrer unterschiedlichen Herkunft eine Freundschaft schließen.

Da ihnen aufgrund des Kopfverbandes ein wichtiges Ausdrucksmittel – die Gesichtsmimik – fehlte, hatten die beiden Darsteller keine leichte Aufgabe zu bewältigen. Alleine mit ihrer Körpersprache mussten sie ihre Rolle interpretieren. Und das gelang ihnen sehr gut.

In Nebenrollen agierten Regisseur Reiner Gebauer als Polizist, Sandra Schierloh als Krankenschwester, Susanne Jacobus als Schornsteinfegerin, Ralf Müller als Zeitungsreporter und Anne Padeken als Ottmars Sekretärin Anita.

Die Besucher waren sehr angetan von dem Stück, den Darstellern und den witzigen Dialogen. Sie spendeten reichlich Szenenapplaus.

Hinter den Kulissen wirkten Horst Rebmann (Maske), Norbert Hoffmann (Technik), Rolf Böltes, Michael Schindler, Gerold Frerichs und Hannelore Hoffmann (Inspizienz) mit. Regie führte Reiner Gebauer. Zu Beginn sprach Nachwuchsdarsteller Tarek Padeken einleitende Worte über den Dreiakter.

Weitere Aufführungen mit „Undöög to tweet“ gibt es am 2., 3., 5., 6. und 7. Januar jeweils ab 19.30 Uhr im Saal des Dorfkrugs. Der Kartenverkauf findet in der Gaststätte Butjadinger Tor in Abbehausen statt. Die beiden Nachmittagsveranstaltungen am 4. und 8. Januar sind bereits ausverkauft.

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