NORDENHAM Wie schön könnte das Leben sein, wenn es nicht solche Nachbarn gebe. Von einem besonders nervigen und unverschämten Exemplar handelt das plattdeutsche Theaterstück „Sluderkraam in’t Treppenhus“, mit dem die Theatergruppe Phiesewarden am Donnerstag im Saal der Gaststätte „Bei Sakis“ Premiere feierte.

Die Phiesewarder machten ihre Sache ausgezeichnet, vor allem Ulla Schneider. Sie spielte die notorisch neugierige Nachbarin Meta Boldt. Und sie machte das so gut, dass bei vielen Zuschauern der Blutdruck stieg, wenn Meta mit ihrer schnellen Zunge loslegte. Meta ist in der Hausgemeinschaft der Wachhund. Nicht nur, dass sie alles erfährt, was in dem beschaulichen Haus geschieht (notfalls mit einem Blick durchs Schlüsselloch). Sie unterrichtet auch gleich alle anderen Bewohner – ob es sie interessiert oder nicht. Doch dabei nimmt sie es nicht immer so genau mit der Wahrheit. „Aber ick sluder ja nich“, enden alle Geschichten von Meta Boldt. Geschickt versteht sie es, die Hausbewohner untereinander und mit dem Hausverwalter Bernhard Tramsen (herrlich dargestellt von Georg-Werner Biermann) auszuspielen.

Dass Hanne Knopp (Regina Kowalczyk) verbotenerweise ein Zimmer untervermietet, um ihre Haushaltskasse aufzubessern, ist natürlich ein gefundenes Fressen für Meta Boldt. Sie alarmiert den Hausverwalter. Nachbar Ewald Brummer (gespielt vom glänzend aufgelegten Dierk Smit) versteht bei Regelverletzungen unter normalen Umständen auch keinen Spaß. Aber auch er hat gerade einen Untermieter. Neffe Dieter (Mathias Ruseler) ist bei dem pensionierten Steuerbeamten eingezogen.

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Die Kündigung droht Hanne Knopp sowieso nicht, denn der Hausverwalter bringt es nicht übers Herz, die schlechte Nachricht der Untermieterin Heike Seefeld (mit viel Natürlichkeit gespielt von Ute Bliefernich) auszuhändigen. Doch nicht nur dem Hausverwalter verdreht Heike den Kopf. Alle beteiligten Herren sind angetan von der Untermieterin. Und plötzlich stört auch die laute Musik niemanden mehr. Nur ihrem Vater (Karl-Heinz Hienen) kann es die Untermieterin nicht recht machen. Eine weitere Rolle spielt in dem Stück die Bäckersdeern Anna (Stephanie Wiecking).

Das Premierenpublikum erlebte einen sehr kurzweiligen und abwechslungsreichen Abend. Was alle Darsteller gemeinsam hatten, war ihre außergewöhnliche Textsicherheit. Nur einmal musste die Souffleuse Elfriede Horn aushelfen, was das Publikum aber zu großem Beifall anstachelte.

Wiederholt wird das Theaterstück „Sluderkraam in´t Treppenhus“ am kommenden Sonntag, 2. März ab 15 Uhr, am Dienstag, 4. März, ab 19:30 Uhr und am Sonntag, 9. März, ab 15 Uhr. Vor den beiden Sonntagsaufführungen wird jeweils ab 14 Uhr eine Kaffeetafel angeboten.

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