NORDENHAM Gut 130 Heavy-Metal-Fans wagten am vergangenen Freitagabend einen Fuß in die Kälte, um sich kurz vor dem Weihnachtsfest noch einmal ordentlich die Gehörgänge freiblasen zu lassen. Nach vierjähriger Abstinenz hatte sich die international erfolgereiche Band Metalium wieder für ein Gastspiel in der Jahnhalle angekündigt. Die Gruppe um den Nordenhamer Schlagzeuger Michael Ehre befindet sich auf einer kleinen Werbetour für ihr achtes Studioalbum „Grounded“.

Geballte Ladung Energie

Im Vorprogramm zog mit Aparathus zunächst der Nachwuchs zu Felde: Die Nordenhamer Konstantin Voßhoff (Schlagzeug), Felix Stefanoff (Gitarre, Gesang) und Till Peplau (Bass) sind bereits bekannt dafür, die traditionelle Harmonielehre bei ihren Konzerten regelrecht zu schlachten. Auch diesmal enttäuschte das Trio die Fans der ganz harten Gangart nicht. Ständige Tempowechsel, progressive Song-Strukturen und eine geballte Ladung Energie prasselten in beeindruckender Konsequenz auf die Zuhörer ein.

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Bei Metalium ging es eher um Altbewährtes: „Heavy Metal“, so fasste der erste Song der neuen Platte den Abend gut zusammen. Auch im zehnten Jahr ihres Bestehens machte die Band keine großen Experimente, sondern blieb ihrem Stil treu, der irgendwo zwischen Halloween und Manowar liegt: Eingängige Songstrukturen, Double-Bass-Gewitter, Falsettgesang, ein paar Balladen und eine Prise Pathos waren hier die klassischen Zutaten. Das mag man vielleicht für einfallslos halten, machte aber live vor der Bühne unheimlich Spaß.

Spätestens ab dem Kracher „Odin`s Spell“ hatte Sänger Henning Basse das Nordenhamer Publikum voll im Griff und auch den letzten Thekenhocker vor die Bühne gelockt. Während Christian Stöver das Metalium-Urgestein Matthias Lange an der Gitarre vertrat, hatten sich die Hamburger mit Tolo Grimalt noch einen zweiten Saitenspieler gegönnt. Das machte zum einen eine CD-nahe Umsetzung vieler Songs leichter und sorgte gerade zum Ende hin für einige fulminante Gitarrensoloduelle.

Kurzweiliges Konzert

Zum Abschluss brachten die gut aufgelegten Musiker passenderweise noch eine ausladende Version des Hardrock-Gassenhauers „Smoke on the Water“, bevor das vergnügte Publikum sie ziehen ließ. Die Besucher erlebten ein kurzweiliges Konzert, das genau das einzulösen vermochte, was es versprach: Heavy Metal eben.

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