Berne Noch haben sie nicht begonnen, doch touren sie schon jetzt ziemlich hoch: Die „Berner Bücherwochen“ der Gemeinde Berne, die in diesem Jahr zum fünften Mal als „Fest der Kultur rund ums Wort“ stattfinden. Fast täglich bringt der Postbote neue Texteinsendungen, Schüler fiebern ihren ersten Schreibtagen entgegen, und die wegen der zahlreichen Termine wie üblich recht diffizile Programmplanung ist just unter Dach und Fach.

Texte aus aller Welt

Nun steht es fest: Am 2. Oktober starten die Bücherwochen in der Comeniusschule Berne mit der Eröffnungsveranstaltung, zugleich Premiere der weltweit ausgeschriebenen Anthologie, Titel „Untertan – Texte zur Zeit“.

Zu diesem Buch kann jeder Interessierte auf der ganzen Welt Texte einreichen. Die ersten eingegangenen Texte stammen übrigens aus Tokio, Berlin und Nordenham. Dem besten Beitrag winkt ein Preisgeld von bis zu 1000 Euro.

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Als zweite Anthologie erlebt das neue „Lesebuch für die Wesermarsch“ vierzehn Tage später seine Premiere in Brake. An beiden Büchern kann übrigens noch mitgeschrieben werden – allerdings gilt die „Wesermarsch“-Ausschreibung ausschließlich für Bewohner der Wesermarsch. Thema und Buchtitel lauten hier „Liebes Geschichten“.

Mitmachen kann jeder, der Lust hat zu schreiben, Anfänger wie Profi, jung oder alt. Auch das Genre der Texte – Erzählung, Tagebuch, Gedicht – ist freigestellt. Texte auf Platt sind willkommen.

Beide Bücher erscheinen im Geest-Verlag Vechta; über die Auswahl der Texte und etwaige Preisvergaben entscheiden Jurys. Wichtig: Die Ausschreibungsfrist für beide Ausschreibungen endet am 31. August.

Rund um diese beiden Bücher wird es wesermarschweite „Hallo-Nachbar“-Lesungen geben, bei denen Menschen vor Ort einander Geschichten aus den beiden Büchern vorlesen.

Ziel ist es, so Organisator Reinhard Rakow, möglichst viele Menschen neugierig auf Bücher und Literatur, aufs Erzählen und Zuhören, Schreiben und Lesen zu machen. Dem dient auch das Angebot einer Schreibwerkstatt unter Leitung der Schriftstellerin Jana Jürß (10. Oktober).

Wissenschafts-Vortrag

Den „Nachbar“-Lesungen beigesellt sind Vorträge und Lesungen prominenter Schriftsteller und Wissenschaftler, die sich mit der „Untertan“-Thematik auseinandersetzen. So referiert etwa Professor Dr. Gerhard Trabert über die Unterwerfung des Gesundheitssystems unter das Diktat der Rendite. Trabert, Arzt, Professor für Sozialmedizin und Sozialpsychiatrie an der Hochschule RheinMain in Wiesbaden, wurde mit dem Bundesverdienstkreuz und dem Kinderschutzpreis ausgezeichnet, er ist Gründer und Aktiver des „Mainzer Modells“ zur medizinischen Unterstützung nicht versicherter Patienten. Sein Vortrag zu dem Thema „Wer arm ist, stirbt früher“, findet am 30. Oktober in der Kulturmühle statt.

Hannelore Hoger liest

Dort gastieren auch Ulla Herrmann, die Wirtschaftskorrespondentin der Berliner „taz“ (7. November, „Wie das Kapital sich die Welt untertan machte“) und Karsten Krogmann, der Leiter der Reportagenredaktion der NWZ  (14. November, „Der Mörder mit der Ordensbrust – der Fall Herold“). Der Historiker Dr. Ingo Harms berichtet am 5. Dezember im Seniorenheim Kückens über neue Erkenntnisse zum Patientenmord der Nazis im Landeskrankenhaus Wehnen.

Eine Konzertlesung mit Hannelore Hoger, Ariadne Daskalakis und Nina Tichman beendet am Tag darauf die „Bücherwochen“ und das Jahresprogramm der Konzertreihe „Berne bringt ...“ am 20. Dezember.

 Texte für die beiden Bücher können bei Reinhard Rakow oder dem Geest-Verlag eingereicht werden.


     www.reinhardrakow.de 
Friederike Liebscher Redakteurin / Lokalredaktion
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