NORDENHAM „Wir haben alles getan, Wind und Wetter getrotzt, um dieses Osterfeuer zu ermöglichen. Jetzt sind die Bürger dran“, sagte Heinrich Schröder am späten Sonnabendnachmittag, wenige Stunden vor Beginn des Osterfeuerfestes in Ellwürden. Der 3. Vorsitzende des Bürgervereins hatte gemeinsam mit zahlreichen Aktiven viele Arbeitsstunden investiert, um das Fest auszurichten.

In der Tat ließen viele Bürger des Doppeldorfes den Verein nicht im Regen stehen und pilgerten zum Osterfeuerplatz. Selbst den beschwerlichen Weg über die fast unter Wasser stehende Osterfeuerwiese nahmen zahlreiche Gäste auf sich, um am Fackelzug teilzunehmen und bis an den Sträucherberg heranzutreten. Auf dem Festplatz selbst ließen sich rund 1500 Besucher blicken, etwa halb so viele, wie es die Ellwürder gewohnt sind. Die Kälte und der eisige Wind am Sonnabend schreckten offensichtlich viele ab. Vorsitzender Michael Garbe sprach davon, dass der kalendarische Frühlingsanfang einem gefühlten Winteranfang entspreche. Er tröstete die Aktiven und die Besucher: Das nächste Mal wird Ostern erst im Jahre 2160 auf den 23. März fallen. Dank für die geleistete Arbeit zollte Abbehausens Ortsbürgermeister Karl-Heinz Wedemeyer dem Bürgerverein.

Torsten Schwarting und sein Team von der Brandwache hatten diesmal einen schweren Job: Der Sträucherberg war so feucht, dass er zunächst nicht so recht brennen wollte. Es dauerte Stunden, bis das Feuer in Gang kam. Zur Sicherung blieb die Feuerwehr Abbehausen länger als sonst vor Ort.

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In der Nacht vor dem Osterfeuer hatten die Ellwürder ihren Sträucherberg gegenüber anderen Osterfeuer-Teams mit Erfolg verteidigt. Unverständnis äußerten viele Aktive darüber, dass einige Jugendliche aus dem eigenen Dorf den Sträucherberg anzünden wollten.

Bei wesentlich angenehmeren Wetterverhältnissen kamen am Sonntag ebenfalls rund 1500 Besucher zum Osterfeuer der Dorfgemeinschaft in Blexen. Mit einem Ostereiersuchen für Kinder läutete die Ortsfeuerwehr den Abend ein. Die Brandschützer hatten in einem kleinen Waldstück neben der Osterfeuerwiese Leckereien versteckt, die von den Mädchen und Jungen eifrig gesucht wurden. Mit dem Schokoladenhasen in der Hand ging es dann zum Osterfeuer. Ein Fackelzug der Jugendfeuerwehr – mit musikalischer Unterstützung des Spielmannszugs der Johanniter-Unfallhilfe Rodenkirchen – zog zum Sträucherberg und entzündete diesen. Zum Abschluss erhellte ein Feuerwerk den Blexer Abendhimmel. Ortsbrandmeister Thomas Reumann zeigte sich sehr erfreut über die vielen Besucher, die trotz des matschigen Bodens gekommen waren: „Mich freut es sehr, dass so viele Leute den Weg zu unserem Feuer gefunden haben. Wir hatten aber auch sehr viel Glück mit dem Wetter heute.“

In Phiesewarden kamen am Sonntag rund 500 Besucher zum Osterfeuer, das die Ortswehr auf die Beine gestellt hatte. Auch sie konnten sich an einem Feuerwerk erfreuen, für das die Jugendwehr am Tag zuvor im Dorf Geld gesammelt hatte.

„Ich bin stolz auf alle, die geholfen haben, dass wir auch dieses Jahr wieder so einen tollen Ostersonntag erleben können“, sagte Ortsbrandmeister Georg-Werner Biermann. Sein Lob galt auch den Bürgern, die am Sonnabend Sträucher für das Osterfeuer zusammengetragen hatten. „In Phiesewarden gibt es das einzige Osterfeuer der Region, für das nur an einem einzigen Tag gesammelt wird. Das gesamte Dorf steht hinter dieser Veranstaltung“, freute sich Biermann.

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