Sürwürden Eine Gans mit hellseherischen Fähigkeiten? Das wäre übertrieben. Im Junggesellenhaushalt zweier Brüder gibt es jedoch ein Federvieh, das zu viel weiß und eine dumme Pute. „De Goos, de toveel weet“ lautet der Titel des lustigen Dreiakters, mit dem die Theatergruppe Sürwürden/Alse in der Gaststätte Kiek mol rin Premiere feierte.

Der plattdeutsche Bauernschwank spielt im Gänsemastbetrieb von Karl-Heinz und Ludger Stolle (Jürgen Wehlau und Jörg Meier). Beide alleinstehend und verschroben, haben mit Traute Lehmann (Renate Brandt) eine Haushaltshilfe gefunden, die den unordentlichen Laden auf Vordermann bringen soll.

Die Brüder sind nach dem Tod ihrer Eltern immer mehr verloddert. Es herrscht Chaos. Da kommt die hübsche Traute gerade recht. Die Studentin der Tiermedizin möchte auf dem Hof ihr Praktikum machen – und verdreht dem jüngeren Bruder den Kopf.

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Die ersten zarten Bande passen dem älteren überhaupt nicht. Karl-Heinz Stolle hat so einiges zu verbergen und kann niemanden gebrauchen, der die Nase in seine Machenschaften steckt.

Querschüsse

Allerdings kommt ihm die schlaue Traute schnell auf die Schliche und entdeckt im Schrank ein merkwürdiges Pulver, das die Mast seiner Gänse zügig vorantreiben soll. Schließlich schießt auch noch die Mutter seiner Hausangestellten Erika Lehmann (Irmgard Hellmers) quer. Sie sorgt sich um ihre Tochter und ist gar nicht damit einverstanden, dass diese ihren guten Ruf auf’s Spiel setzt und liest ihr ordentlich die Leviten.

Von Eifersucht geplagt wird hingegen Nachbarin Viktoria Müllerschmidt (Frauke Kranz). Sie ist nicht die hellste Kerze auf der Torte und bringt mit ihrer Dummheit und Naivität den Haushalt der Junggesellen zusätzlich durcheinander. Sie ist nämlich schwer verlieb in Ludger.

Zu allem Übel spielt auch die neugierige Nachbarin Lisbeth Goudschaal (Insa Horstmann) eine missgünstige Rolle im ganzen Durcheinander. Dass schließlich auf dem Gänsehof der Brüder Stolle ein paar Federviecher fehlen, haben sie letztendlich Pastor Andreas Kerber (Wilfried Oltmanns) zu verdanken. Der hat einen über den Durst getrunken und Exemplare mit dem Auto überfahren. Da ist guter Rat teuer.

Warum Bauer Karl-Heinz an unkontrollierbaren Muskelzucken und Schweißausbrüchen leidet, soll an dieser Stelle nicht verraten werden. Nur so viel: Der launige Dreiakter der Theatergruppe Sürwürden/Alse verspricht jede Menge Schenkelklopfer. Das Premierenpublikum hatte jedenfalls seinen Spaß und belohnte das muntere Spiel der sieben Darsteller mit viel Applaus.

Das Tohuwabohu im Gänsestall hat Jens Horstmann bestens in Szene gesetzt. Als Topuster fungieren Erika Wehlau und Beate Arens. Die Technik liegt auch bei den weiteren Aufführungen in den Händen von Ingo Horstmann und Rainer Lohe. Geschminkt und frisiert werden die Darsteller von Marina Bruns. Beim Bühnenbau packten alle mit an.

Mit Kuchenbüfett

 Weitere Vorstellungen beginnen: am Mittwoch 24. Januar, um 19 Uhr; am Freitag, 26. Januar, um 20 Uhr; am Sonntag 28. Januar, mit Kuchenbüfett ab 15 Uhr, anschließend Theater; am Dienstag, 30. Januar, um 19 Uhr; am Donnerstag, 1. Februar, um 20 Uhr; am Freitag, 2. Februar, um 20 Uhr und am Sonntag, 4. Februar, um 9.30 Uhr mit Frühstücksbüfett.

 Karten gibt es im Vorverkauf in der Gaststätte Kiek mol rin.

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