Strückhausen Das darf man mittlerweile wohl eine gute Tradition nennen: Bereits zum 18. Mal stand am Wochenende das „Ententreffen“ der Citroën 2 CV-Fans im Pastorengarten von Strückhausen-Kirchdorf an – gleich hinter dem temporären Ortsschild „Bullerbü“. Organisiert wurde das Ganze wiederum von den Varelern Hilke und Klaus Ferkinghoff. Die beiden haben zum Kirchdorf eine besondere Beziehung, wurden sie doch vor 25 Jahren hier in der St.-Johannes-Kirche getraut. Hilke Ferlinghoff war damals schon mit einer „Ente“ unterwegs und kam mit dem damaligen Pastor Christoph Grotjan ins Fachsimpeln über das Kultauto. Die Idee zum Treffen im Pastorengarten war geboren. „Diese Gegend hier mit den wenigen Häusern, für mich war Bullerbü geboren“, meint Hilke Ferkinghoff.

Zur dreitätigen Veranstaltung trudelten die Citroën-Fans am Freitagnachmittag ein. Die weiteste Anreise hatte Sven Layritz mit seinem Sohn Malvin Behrens aus dem 1000 Kilometer entfernten Rapperswil am Züricher See im Kanton St. Gallen. „Wir sind am Freitagmorgen um 3 Uhr losgefahren und nach 11 Stunden ganz entspannt angekommen“, berichtet der Schweizer. „Hier ist ja der Begriff ,Ente‘ verbreitet, in der Schweiz wird das Gefährt ,Döschwo‘ genannt.“ Die Schweizer sind das erste Mal dabei und überzeugt: „Ein gutes Flair“.

Aus der anderen Richtung im Norden – nicht weit von der deutschen Grenze entfernt – kamen zwei Dänen. Torben Kühl, kommt aus Nordborg, der zweitgrößten Stadt nach Sonderborg auf der süddänischen Insel Als. 320 Kilometer sind es bis nach Strückhausen. Jan Hansen, kommt aus dem 375 Kilometer entfernten Hampen. „Wir sind gemütlich mit 90 bis 100 Stundenkilometer über Bundesstraßen angereist.“ Mehr als genervt hat beide nur die Überfahrt über die Elbe: „In Glücksstadt haben wir gleich vier Stunden gewartet. Der Urlaubsverkehr und das Festival Deichbrand schlugen voll rein.“ Die beiden Dänen waren schon ein paar Mal dabei.

Zu den Aktivitäten der „Enten“-Fans zählte auch wiederum eine gemeinsame Ausfahrt. Diesmal ging es mit dem Trike von Timo Hülsmann vorweg und 25 Enten, im Konvoi auf Schleichwegen nach Jaderkreuzmoor, wo man sich die Köstlichkeiten im Melkhus bei Inge Struck munden lies. Torben Kühl: „Die Moortorte ist ein Gedicht.“ Hier fand auch noch der Wettbewerb „Stop and Go“ statt: Nach einer 30 Meter langen Strecke, standen drei Leitkegel etwas versetzt, von denen bei einer Bremsung nur der erste Kegel umfallen durfte.

„Das Fachsimpeln, die Kolbenfachgespräche, kamen nicht zu kurz“, freut sich Klaus Ferkinghoff vor allem über viele interessante Gespräche. Die 2 CV wurde anfangs mit der Leistung von nur 9 PS gebaut. Später waren es 29 PS und eine Höchstgeschwindigkeit von 115 Stundenkilometer.

Den Abschluss an Tag drei bildete ein Gottesdienst mit Pfarrerin Renate Boltjes. Auch zwei Kinder wurden getauft. Gut an kam die Band Boadmenroad mit Asael Guevara (Gesang und Gitarre), Jost Kikker (Gitarre) und Carsten Kikker (Schlagzeug) mit dem melodischen und sanften Gitarrenrock mit Soul- und Funkanteilen. „Auch das Lied von Pipi Langstrumpf gehört in der Kirche immer dazu“, freute sich Hilke Ferkinghoff. Mit dem Kirchenkaffee und dem Abbau des Ortsschildes klang die Veranstaltung aus. „Das hat uns hier wiederum gut gefallen“, meinten die beiden Dänen. „Wir haben Zeit und fahren gemütlich in die Heimat zurück“ – verbunden mit dem Versprechen beim 19. Treffen 2020 wieder dabei zu sein.

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