Vollsperrung auf der A1 bei Groß Ippener
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Vollsperrung auf der A1 bei Groß Ippener

FEDDERWARDERSIEL Wer sich an Gemälden mit Motiven aus der Landschaft Butjadingens und von der Küste erfreut, der sollte die Sonderausstellung mit Arbeiten des Künstlers Jürgen Müller-Dühring nicht verpassen, die in Kürze im Nationalparkhaus und Museum Butjadingen eröffnet wird, meint Museumsleiterin Gabriele Speckels.

„Stollhamm stellt aus!“ hat sie die Ausstellung überschrieben, denn damit soll zugleich ein Überblick gegeben werden über das Schaffen des Künstlers in seiner Butjadinger Zeit.

Das kann laut Gabriele Speckels nur durch umfangreiche Sammeltätigkeit und die Mitwirkung vieler Leihgeber geschehen. Denn eine umfassende Retrospektive zu den Arbeiten des Malers in seiner Stollhammer Zeit hat es bisher nicht gegeben. Erst die Beteiligung vieler Leihgeber hilft, eine Gesamtschau zu erstellen.

„Wer einen Überblick über die Werke der frühen Jahre Jürgen Müller-Dührings gewinnen will, muss sich als Gast durch viele Wohnzimmer Butjadingens, Nordenhams und vor allem Stollhamms bewegen“, so die Museumsleiterin. Denn der Künstler – wie sollte es in der Nachkriegszeit und der Werdezeit eines Künstlers anders sein – malte nicht „auf Halde“. Für abgeschlossene Arbeiten wurden Käufer gesucht und auch gefunden.

Die Werke von Müller-Dühring haben ihre Heimat im Wohnumfeld der damaligen Käufer gefunden.

Im Jahre 1962 zog Jürgen Müller-Dühring mit Familie nach Ostfriesland um. Nun ging umgekehrt mancher Auftragswunsch aus Stollhamm bei ihm in Harlesiel bzw. Wittmund ein.

Jürgen Müller-Dühring wurde im Jahre 1924 in Aurich geboren, die Familie zog 1934 nach Stollhamm in die Wesermarsch. Hier besuchte der junge Jürgen Müller die Oberrealschule, wo sein Talent vom Kunsterzieher Rudolf Matthis sogleich erkannt und der Junge fortan nach Kräften gefördert wurde.

Nach 1946 schulte Müller-Dühring sein Können zunächst an der Kunsthochschule Bremen, dann an der Düsseldorfer Kunstakademie. 1953 schloss er diese Ausbildung mit dem Staatsexamen für Kunsterzieher (und für Werklehrer) an höheren Lehranstalten ab.

Während Müller-Dühring bis 1963 an verschiedenen Gymnasien Niedersachsens als Kunst- und Werklehrer tätig war, blieb Stollhamm doch immer noch – und wieder – Orientierungspol. Viele Bilder der Fedderwardersieler Ausstellung sind in dieser Zeit entstanden, rollen Motive der hiesigen Landschaft auf – und sind in Stollhamm und Umgebung geblieben.

Hier war Jürgen Müller-Dühring, der selbst sehr großzügig und gesellig gewesen sein soll, überall ein gern gesehener Gast. Das ist jedenfalls die einhellige Meinung der Leihgeber. Museumsleiterin Speckels ist hoch erfreut darüber: „Was sich zunächst, angestoßen durch eine Dauerleihgabe von Dedo Burhop, eher als Ahnung ausbreitete, ist zu einer Welle geworden: viele Menschen beteiligen sich an der Ausstellung. Indem sie durch ihre Leihgabe Privates für eine kurze Zeit öffentlich machen, tragen sie dazu bei, eine Werkphase Müller-Dührings wie im Mosaik darstellbar zu machen: Stollhamm stellt aus!“

Die Sonderausstellung im Museum am Kutterhafen in Fedderwardersiel wird am Sonntag, 28. Oktober, um 11.15 Uhr eröffnet und läuft bis zum 30. März 2008.

Zur Eröffnung am kommenden Sonntag sprechen unter anderem Bürgermeister Rolf Blumenberg, Björn Thümler als Mitglied des Vorstands der Oldenburgischen Landschaft, die Ehefrau des Künstlers, Kriemhild Stöver, und Anton Günter Reumann, Vorsitzender des Bürgervereins Stollhamm.

Mehr Infos unter www.museum-fedderwardersiel.de

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