Stollhamm „Was Sie heute hören, haben Sie noch nie gehört.“ Mit diesen Worten begann Pfarrer Joachim Tönjes seine kurze Begrüßungsrede in der St.-Nicolai-Kirche, Stollhamm. Gemeint war dabei das Lied-Oratorium „Gaff nicht in den Himmel“, mit Musik von Matthias Nagel und Texten von Dieter Stork. Knapp 200 Zuhörer waren in die Stollhammer Kirche gekommen, um dem Lied-Oratorium zu lauschen.

Eine musikalische Begleitung Martin Luthers durch sein Leben, so lässt sich das Lied-Oratorium, das seit seiner Uraufführung 2017 quer durch Deutschland mit viel Aufmerksamkeit und Erfolg bedacht wird, wohl am treffendsten bezeichnen. In der knapp zweistündigen Aufführung wechseln sich modern oder mittelalterlich klingende musikalische Einlagen und Wortbeiträge ab, die sich chronologisch oder auch thematisch geordnet an den jeweiligen Lebenssituationen und Erkenntnisprozessen Martin Luthers orientieren.

So werden in kurzen Musikstücken für Chor, Solisten oder Instrumentalgruppe Themen, die Martin Luthers Leben kennzeichnen, in Szene gesetzt. Zusätzlich verdeutlicht werden diese Schwerpunkte durch zwei Sprecher mit ihren Wortbeiträgen.

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Bei der Aufführung in der St.-Nicolai-Kirche in Stollhamm unter der Leitung von Chorleiterin Gaby Menzel wirkten neben dem Butjadinger Projektchor und dem Chor Neuenburger Schlossgesang sowie einem fünfköpfigen Musikerensemble mit Klavier, Keyboard, Bass, Flöte und Schlagzeug die Sprecher Detlef Osterthun und Michael Karußeit mit. Als Gesangssolisten traten Justus Mendelsohn (Luther) sowie Marie McKenzie (Katharina) auf.

„Wir üben seit einem Jahr für diese Aufführungen. Ich glaube, ich habe meine Leute dabei manchmal in den Wahnsinn getrieben“, beschrieb Chorleiterin Gaby Menzel die intensiven Vorbereitungen. Das Ergebnis, bei dem einige Künstler sowie auch Gaby Menzel selbst in historischen Kostümen auftraten, war eine äußerst gelungene Aufführung, die von den zahlreichen Zuhörern in der sehr gut besetzten Kirche zu Recht mit viel Beifall bedacht wurde. Eintritt war nicht erhoben worden, nur um eine Spende wurde gebeten.

Ganz überrascht von dem guten Besuch schien auch Pfarrer Joachim Tönjes zu sein, als er ankündigte, dass im Anschluss an das Konzert im Gemeindehaus für 70 Personen Gulaschsuppe zur Verfügung stünde. „Vielleicht haben wir uns dabei etwas verkalkuliert“, räumte er ein

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