Stollhamm Für besinnliche Weihnachtsstimmung hatte Chorleiterin Gaby Menzel in der Stollhammer St.-Nikolai-Kirche ihren ganz eigenen Weg gewählt: Bevor nämlich die Chöre Projektchor Butjadingen und Neuenburger Schlossgesang Max Drischners Weihnachtsgeschichte aufführten, entführten sie und die Solistinnen Natascha Hillje von Bothmer und Larissa Meier mit einer ganz eigenen Interpretation von Paul McCartney’s „Wonderful Christmastime“ und einer deutschen Version von Leonard Cohen’s „Halleluja“ zunächst in die Moderne.

Den Weg in die Vergangenheit ebnete ein kurzes Orgel-Präludium, mit dem Matthias Müller sein 150 Jahre altes französisches Kunst-Harmonium vorstellte. Im Gegensatz zu den „traurigen Klängen“ des traditionellen Kirchen-Harmoniums, erzählte der Organist und Gastkantor aus Magdeburg, sei dieses Kunst-Harmonium frisch und lebendig – und Ende des 19. Jahrhunderts bei allen klassischen Komponisten auch sehr beliebt gewesen.

Matthias Müller gilt als der musikalische Erbe von Max Drischner und stammt ursprünglich aus Neuenburg in der Friesischen Wehde. So auch entstand für den Neuenburger Chor die Verbindung zu Drischners Weihnachtsgeschichte nach Lukas 2, die in der Brieger Christnacht 1944 uraufgeführt worden war. Max Drischner, ein Zeitgenosse von Johann Nepomuk David, Paul Hindemith und Carl Orff und enger Brieffreund von Albert Schweizer, war dort seinerzeit als Kirchenmusikdirektor tätig.

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Unterstützt vom Projektchor Butjadingen und vom Chor Neuenburger Schlossgesang sang der Solist Gustav Mendelssohn jetzt die Erzählung aus dem Neuen Testament. Die warmen Farben des holzvertäfelten Stollhammer Kirchenschiffs und ein liebevoll und festlich geschmückter, hellleuchtender Weihnachtsbaum schufen das passende Ambiente. Aber natürlich wurde mit „Macht hoch die Tür“ und „Tochter Zion“ auch die Stollhammer Gemeinde in den Konzertnachmittag mit eingebunden.

Den Schlusspunkt setzte schließlich Matthias Müller mit einem katalanischen Weihnachtslied.

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