Stollhamm Manchmal ist der Weg zu einem Kunstwerk ungewöhnlich. Claus Wettermann schneidet mit der Kettensäge aus Teilen von Baumstämmen filigrane Skulpturen und nutzt Feuer und pechschwarze Farbe, um seine Werke zu vollenden. Vom Holzklotz bis zur fertigen Skulptur sind viele Arbeitsschritte notwendig. Ein Teil seiner Arbeiten ist zurzeit im Rahmen der „Gezeiten“ in der Kleinen Kulturkapelle (K 3) in Stollhamm ausgestellt.

Claus Wettermann stammt aus Seefeld. Seine kunsterzieherische Ausbildung begann an der Oberschule Nordenham bei dem bekannten Maler Rudolf Matthis, der ihn förderte. Er hat sein Atelier an der Bäderstraße in Augustgroden. Der frühere Journalist verwendet zumeist Esche, Eiche und Edelhölzer, um daraus seine Skulpturen und Holzbilder zu schaffen.

K 3-Betreiber Frank Digel entlockte dem Künstler bei einem Gespräch interessante Details zur Entstehung seiner Werke. „80 bis 90 Prozent arbeite ich ausschließlich mit der Kettensäge“, verriet der Künstler. Er nutzt die Struktur des Holzes, formt seine Werkstücke so um, das neue Linien und Strukturen entstehen.

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Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen Exponate, die Claus Wettermann dem Thema Wasser gewidmet hat. Er hat aus dem Holz weiche Konturen herausgearbeitet, Formen von Wellen und sogar weiße Schaumkronen sind zu erkennen. „Bevor ich an die Arbeit gehe, habe ich genaue Vorstellungen davon, wie die Skulptur einmal aussehen soll“, sagt Claus Wettermann. Seine Vorliebe für Schwarz zieht sich durch fast alle Exponate: „Dadurch gewinnen die Skulpturen optisch an Volumen, die Farbe verleiht ihnen mehr Gewicht“, erläutert Claus Wettermann.

Äußerst vielfältig sind die Formen, die er mit dem vermeintlich groben Werkzeug Kettensäge schafft. Der Betrachter kann messerscharfe Kanten entdecken, tiefe Furchen und auch Risse im Holz, die erst nach Fertigstellung des Objektes entstehen.

„Es ist das erste Mal, das Claus Wettermann seine Werke in Butjadingen ausstellt“, betonte bei der Vernissage Renate Knauel, Vorsitzende des Arbeitskreises „Gezeiten“. Betrachtet werden können die Skulpturen während der im Rahmen der Kunst- und Kulturwochen noch anstehenden Konzerte in der K 3. Das sind am Samstag, 21. September, ab 19.30 Uhr das Konzert des Extra-Quartetts mit Pianist Ömer Sayan und am Sonntag, 29. September, ab 16 Uhr der Auftritt der Gruppe Seewind. Die K 3 ist jeweils eine Stunde früher geöffnet, so dass ausreichen Zeit besteht, die Werke von Claus Wettermann zu bewundern.

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