Elsfleth Der einzig erhaltene Jahresbericht der 1865 gegründeten Schiffer- und Rheder-Gesellschaft „Concordia“ (die NWZ  berichtete) beschreibt nicht nur die internen Verhältnisse 1890, sondern wirft auch ein Licht auf die oldenburgische Schifffahrt zur damaligen Zeit.

In der jetzt erschienen Chronik zum 150-jährigen Bestehen des Nautischen Vereins Niedersachsens aus der Feder von Christian Ostersehlte heißt es, dass der Stahl als Baustoff seit seinem Aufkommen Ende der 1870er Jahre auf dem Vormarsch war. Der Bericht der „Concordia“ sprach aber auch von bedenklichen Nachteilen. So habe der Stahl wirksamer gegen chemische Einwirkungen des Seewassers und der feuchten Luft geschützt werden müssen.

Der Fortschritt ließ sich nicht aufhalten. In Elsfleth waren 1889 zwei Stahlneubauten in Bau, weitere folgten. Laut der Chronik bestand die oldenburgische Weserflotte zum 1. Januar 1890 aus 122 Seeschiffen mit insgesamt 72 282 Registertonnen.

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Der größere Teil davon sei in Elsfleth beheimatet, hieß es damals. Bis auf zwei Dampfer handelte es sich ausschließlich um Segelschiffe. Von insgesamt 67 Schiffen mit dem Heimathafen Elsfleth waren 33 aus Eisen und 34 aus Holz gebaut.

Wie der Autor ausführt, sind die Quellen über das Vereinsleben nach der Reichsgründung äußerst rar. Mit dazu beigetragen haben könnte die abrupte Verlegung der Seefahrtschule Elsfleth nach Danzig im Jahr 1943. Die Bibliothek und der Bestand an Archivalien, auch solche die „Concordia“ betreffend, seien im Krieg zerstört worden.

Die vorhandenen Informationen lassen laut Christian Ostersehlte Kontinuität erkennen. Im Januar 1907 wurde dann der Vereinsname in „Concordia“, Verein für Handel und Schifffahrt, geändert. Der Verein, der früher nur Schiffer- und Reederinteressen vertrat, nahm sich nun auch mehr den Handelsinteressen an. Es war der Versuch, hierdurch auch aus diesem Kreis neue Mitglieder zu gewinnen.

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