NORDENHAM NORDENHAM/EG - Mit dem Weimarer Bläserquintett hat die Nordenhamer Goethe-Gesellschaft wieder einmal junge Musizierende nach Nordenham geholt. Obwohl das Ensemble mit Tomo Andreas Jäckle (Flöte), Frederike Timmermann (Oboe), Sebastian Lambertz (Klarinette), Stephan Schottstädt (Horn) und Jacob Karwarth (Fagott) erst noch nicht ganz fünf Jahre alt ist, hat es schon zahlreiche Preise errungen.

So durfte das Publikum in der Aula des Gymnasiums auf die Darbietungen gespannt sein. Und, um es gleich vorwegzunehmen, es wurde nicht enttäuscht.

Der Abend begann mit einer Bearbeitung der Ouvertüre zur Oper „Die Zauberflöte“, KV 620, von Wolfgang Amadeus Mozart (1756 bis 1791). Sofort wurde große Lebendigkeit und Leichtigkeit hörbar. Nach den ruhig stehenden Akkorden bildeten die fugierten Passagen einen freudigen Auftakt des Konzertes.

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Ganz anders klang Paul Hindemiths (1895 bis 1963) „Kleine Kammermusik für fünf Bläser“ op. 24, Nr. 2. Die Holzblasinstrumente, zu denen auch das Horn gezählt wird, wurden originell zu einem farbenfrohen Spiel vereinigt. Im zweiten Satz wurde auch eine brillante Piccolo-Flöte eingesetzt. Sehr genaue Einsätze, teilweise fröhliche Spielmusik mit deutlicher Betonung der disharmonischen Reibungen und stark wechselnde Dynamik bestimmten die Interpretation.

Anschließend erwiesen sich die vier Sätze des Bläserquintetts, g-moll, op. 56, Nr. 2, von Franz Danzi (1763 bis 1826) als harmonische Delikatesse. Nicht nur im Fagott imponierten die schnellen Läufe, das lebendige und ausdrucksstarke Spiel faszinierte ebenso. Auch hier schien es den Interpreten große Freude zu bereiten, mit viel Elan gemeinsam zu musizieren.

Anton Reicha (1770 bis 1836) war zweiter Flötist in einem Bonner Sinfonieorchester. Sein Bläserquintett D-Dur, op. 91, Nr. 5, enthält daher einige Solokadenzen dieses Instrumentes. Tomo Andreas Jäckle spielte sie vorzüglich. Das galt im Adagio auch für das Hornsolo. Es gab große Klangvielfalt, saubere Intonation, angemessene Tempi und gut pointierte Phrasierungen.

Den Abschluss bildeten fünf moderne Tänze des im Jahr 1911 geborenen Ungarn Denes Agay. Makellose Technik, viel Schwung, ausgefeilte Rhythmik und eine gehörige „Portion Paprika“ ließen den schelmisch-witzigen Charakter der Komposition deutlich werden.

Bei so viel Spielfreude blieb starker Applaus des Publikums nicht aus. Mit einer spritzigen Zugabe verabschiedete sich das Weimarer Bläserquintett.

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