Brake Weiße Ledersessel, ein großer Kamin, goldene Applikationen auf lindgrüner Tapete: Die Familie Brinkmann ist das, was man gemeinhin als neureich bezeichnet. Und genau so sieht auch ihr Salon aus – ein Zimmer von protzigem Schick, das Heike Scharf „total glücklich“ macht. Sie ist die Regisseurin des neuen Stücks der Niederdeutschen Bühne Brake. Am kommenden Donnerstag, 17. Januar, hat im BBZ-Forum um 20 Uhr das Schauspiel „Een Kommissar kümmt“ Premiere.

Brüchige Familien-Idylle

Der Titel „Een Kommissar kümmt“ legt zwar die Vermutung nahe, dass es sich um einen Krimi handelt, und so kündigt die Bühne den Dreiakter auch an. Der Regisseurin gefällt jedoch die Bezeichnung Schauspiel besser.

So oder so, „es gibt keine Knalleffekte und auch nichts zu Lachen“, kündigt Heike Scharf an. Das Stück aus der Feder des Briten Boynton Priestley (siehe Info-Kasten) hat andere Qualitäten. Selten habe sie ein derart spannendes Stück auf Plattdeutsch inszeniert, bekennt die Regisseurin.

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Vom Inhalt des 1946 entstandenen Schauspiels mag Heike Schart auch wenige Tage vor der Premiere nicht allzu viel verraten. „Een Kommissar kümmt“ spielt an einem Abend in einem Raum. Die Zuschauer werden zu Gast sein bei der Verlobungsfeier von Elfi Brinkmann. Unvermittelt taucht ein Kommissar auf, der gerade aus einem Krankenhaus kommt, in dem ein Mädchen Selbstmord begangen hat. Was hat die Familie Brinkmann damit zu tun? Die ohnehin brüchige Familien-Idylle bekommt schon bald weitere tiefe Risse.

Als Darstellerinnen und Darsteller werden Detlef Gerdes, Ute Seyberth, Frederike Gomilar, Stefan Scheermann, Jann Blohm, Birgit Harms und Anne Pflug auf der Bühne stehen. Sie proben bereits seit Oktober. Und die Regisseurin verlangt ihnen viel ab. Die Phase der Rollenfindung war lang und intensiv. Zudem geht es bei Heike Scharf grundsätzlich ohne Textbuch auf die Probenbühne. Über die Weihnachtsfeiertage konnten sich die Darsteller anderthalb Wochen Pause gönnen – mit der Maßgabe jedoch, täglich die Nase ins Rollenbuch zu stecken, gedanklich immer wieder alles durchzuspielen und vor allem den Text zu verinnerlichen.

14 Aufführungen

Für diesen Sonnabend hat Heike Scharf noch einmal eine ganztägige Probe angesetzt, und dann wird es ernst. Montag und Dienstag stehen die beiden Hauptproben auf dem Programm, Mittwoch die Generalprobe und am Donnerstag dann die Premiere.

Danach sind 13 weitere Aufführungen geplant: für den 18., 20., 24. und 25. Januar jeweils um 20 Uhr, für den 27. Januar um 15.30 Uhr, für den 29. und 31. Januar sowie den 2. Februar jeweils um 20 Uhr, für den 3. Februar um 15.30 Uhr, für den 5., 6. und 8. Fe-bruar jeweils um 20 Uhr und für den 10. Februar um 15.30 Uhr.


Mehr Infos unter   www.ndb-brake.de 
NWZ TV    zeigt einen Beitrag unter   www.nwz.tv/wesermarsch 
Detlef Glückselig Butjadingen / Redaktion Nordenham
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