Nordenham Dunkle Gestalten lockte die Sonnenfinsternis am Freitagmorgen in die Sternwarte auf dem Dach des Gymnasiums Nordenham. Doch die blutigen Augen und die aufgeplatzte Haut der lebenden Toten kam nicht etwa daher, dass sie ohne die speziellen Sonnenfinsternisbrillen in die Sonne gestarrt hatten. Denn die Sonne war durch die dichte Wolkendecke über Nordenham gar nicht am Himmel zu sehen.

Der Abiturjahrgang feierte seine letzten Schultage auch dieses Jahr wieder mit einer Mottowoche. Passend zur Sonnenfinsternis am Freitag war das Motto Freaky Horrorshow. Doch das Thema sei nur zufällig auf die Sonnenfinsternis gefallen, versicherte die Abiturientin Ricarda Jöllerichs. Außer den Abiturienten kamen aber auch Klassen der anderen Jahrgänge und einige Gäste in die Sternwarte. Sie waren wohl alle ein wenig enttäuscht, dass sie von der für 10.44 Uhr angekündigten Sonnenfinsternis am trüben Himmel leider gar nichts sehen konnten. Die Gäste ließen sich aber den Spaß nicht verderben.

„Wenn man was sehen könnte, wäre es schon super. Aber ich finde es toll, dass unsere Lehrer uns das heute erlauben“, sagte die 17-Jährige Anna Laber. „Wir sollten die Sternwarte im Unterricht viel mehr nutzen, teilweise wussten wir gar nicht, dass es sowas hier gibt“, stimmte auch die 16-jährige Franziska Wehlau zu.

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Der Ehrenvorsitzende Reinhard Herden, der stellvertretende Vorsitzende Hans-Heinrich Berends und Werner Hölscher von den Sternfreunden Nordenham ermöglichten ihren Gästen in der Sternwarte aber trotzdem, einen Blick auf die Sonnenfinsternis zu werfen. Sie hatten einen Beamer aufgebaut, mit dem sie einen Live-Stream der Sonnenfinsternis an die Wand warfen.

Dort wurde der Blick auf die Sonnenfinsternis von verschiedenen Städten aus gezeigt. Ein bisschen Schadenfreude konnten sich die Sternfreunde in Nordenham nicht verkneifen: „Auf den Faröer sind auch Wolken“, sagte der stellvertretende Vorsitzende Hans-Heinrich Berends.

Die Sternfreunde hatten für schlechtes Wetter vorgesorgt und Stellwände zum Thema Sonne und Sonnenfinsternis aufgestellt, an denen sie den Schülern und Gästen das Phänomen erklärten. Mit Kaffee und Keksen sorgten sie bei ihren Gästen für gute Laune: „Wenn man von den Keksen richtig abbeißt, kann man die Sonnenfinsternis nachstellen“, erzählte Reinhard Herden.

Kaffee oder ein freies Kaltgetränk und eine Sonnenfinsternisbrille gab es auch für die Gäste der McDonald’s-Filiale in Atens. Ab 9.30 Uhr nutzten etwa 40 Gäste die Gelegenheit ,die Sonnenfinsternis in dem Fast-Food-Restaurant zu erleben. „Im Vorfeld hatten wir weit über 100 Zusagen, aber bei dem Wetter sind natürlich viele nicht gekommen“, sagte Franchise-Nehmer Winfried Nagel.

Er hatte die Aktion organisiert, „weil ich mich selbst dafür interessiere“, berichtete er. „Schade, dass wir nichts sehen konnten. Aber das soll uns nicht davon abhalten, in Zukunft wieder so etwas zu organisieren“, sagte Winfried Nagel.

Merle Ullrich Brake / Redaktion Brake
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