SüRWüRDEN Prächtig amüsiert haben sich die Besucher der Premiere des Dreiakters „Rotten op'n Böön" am Freitagabend in der Gaststätte „Kiek mol rin" in Sürwürden. So mancher Lachkrampf der rund 130 Gäste, die den Saal füllten, endete in Freudentränen. Mit ihrer neuesten Inszenierung ist der Theatergruppe des Bürgervereines Sürwürden-Alse wieder einmal ein Volltreffer gelungen, was nicht zuletzt an der literarischen Vorlage und deren humorvoller Umsetzung lag.

Ziemlich viel Text musste Hans-Hermann Wunderlich in der Rolle des Privatiers Otto Ohlendiek auswendig lernen. In den 30 Jahren seiner Bühnenerfahrung war dies die Rolle mit dem längsten Text, was Wunderlich im Vorfeld nicht gerade erfreut hatte.

Ebenfalls eine kniffelige Aufgabe zu bewältigen hatte Herold Menssen, der sich mühevoll einen Sprachfehler anlernen musste, womit er sich nach eigenen Angaben recht schwer getan hatte. Doch wer ihn schließlich in der Rolle des Möchtegernschauspielers Ladislaus Locke seine Zitate aus großen literarischen Werken intonieren sah und das Publikum mit einem „Ich niebe dich" oder „Mein Gaun hat mich abgeworfen" beglückte, der konnte nur noch lauthals lachen und vor Freude losprusten. Herrlich, wie er dabei Grimassen zog und nicht müde wurde, jeden Mitspieler zu fragen „Habe ich Tanent?".

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Aber auch die anderen Darsteller waren bestens auf ihre Rollen eingestellt und so entstand ein kurzweiliges sehr unterhaltsames Theater mit temporeichen Dialogen und viel Bewegung auf der Bühne. Selbst die kleinen Rollen brillierten und ernteten reichlich Applaus und Zustimmung aus dem Publikum.

Ob der tobende Major Egon von Schönborn (Hans-Hermann Mustermann), der in der Heilsarmee jede Schlacht auf St. Pauli gewonnen hatte, die Schriftstellerin Christine Frank (Irmi Helmers), die immer auf der Suche nach originellen Typen für ihren neuen Roman ist, die beiden mannstollen Weiber Ria Boleno (Frauke Kranz) und Florence Wipperling (Birgit Schenk), die keinen Mann auslassen können, oder der Weltenbummler Julius Ludwig (Gerd Janßen), der zu einem Erzählabend einlädt: Sie alle füllten ihre Rolle mit Leben und trugen zum gelungenen Gesamtbild der Aufführung bei.

Dies galt auch für die Pensionsbesitzerin Lieselotte Ballermann (Anne Petershagen), die nicht glauben will, dass ihre Gäste nicht ganz richtig ticken, für die fleißige Nichte Siggi (Daniela Steffens), für den verliebten Neffen Ottfried Ohlendiek (Andreas Wulf) und den zuckersüßen Homosexuellen Detlef Wipperling (Rolf Warnke).

Regisseurin Gertrud Harde freute sich über die Leistungen ihrer Schützlinge ebenso und lobte die Arbeit hinter den Kulissen, an der Souffleuse Erika Wehlau, Maskenbildnerinnen Marina Bruns und Ruth Bohlken, die Bühnenbauer Jürgen Wehlau, Ingo Horstmann, Ulrich Lampe und seine Kinder sowie Helmut Melius und die Techniker Wilfried Oltmanns und Dennis Fohrmann beteiligt waren. Für den Kostümball konnte sich die Theatergruppe im Fundus der „Niederdeutschen Bühne" in Brake umsehen, die bereitwillig aushalf.

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