Friedrich-August-Hütte Die Erinnerungen an ihre alte Heimat in Rengersdorf im damaligen Kreis Glatz in Schlesien bewahren die Siedler weiterhin. Vor 55 Jahren bezogen die ersten Familien ihre Häuser vom ersten Bauabschnitt am Danzinger Platz bis zur Stettiner Straße in Nordenham. Vor 50 Jahren, im Jahr 1964, war der zweite Bauabschnitt bis zur Allensteiner Straße fertiggestellt worden.

Die Siedlergemeinschaft Bund vertriebener Landwirte feierte jetzt im Burgsaal der Friedeburg dieses Jubiläum: 50 Jahre zweiter Bauabschnitt. Dabei ehrte sie ihre Gründungsmitglieder.

Im ersten Bauabschnitt wurden 60 Häuser errichtet. Der Wohnraum reichte jedoch nicht aus, so dass grünes Licht für den Bau weiterer 40 Eigenheime gegeben wurde.

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Helmut Manske weckte jetzt viele Erinnerungen. Er hat das Haus seiner Eltern Gustav und Elisabeth an der Glogauer Straße 1968 übernommen. Er gab einen kleinen Überblick über die Geschichte der Siedlung und berichtete, dass die Häuser nur nach strengen Vorgaben errichtet werden durften und eine Einliegerwohnung vorweisen mussten.

Finanzielle Hilfe

Finanzielle Unterstützung erfuhren die Vertriebenen aus Mitteln des Lastenausgleichs und von Zuschüssen vom Land Niedersachsen. Die Grundstücke waren rund 1 800 Quadratmeter groß. Die Siedler der ersten Stunde bewirtschafteten eine kleine Nebenerwerbs-Landwirtschaft. Sie hielten Schweine, Hühner und Kaninchen und versorgten sich mit Obst und Gemüse aus eigenem Garten.

Heute sind auf den Grundstücken zum Teil Baugrundstücke entstanden. „Viele haben ihre Gemüsegärten abgeschafft“, bedauert Helmut Manske, der bis heute fleißiger Hobbygärtner ist.

Monika Spallek, die bereits seit 17 Jahren den Vorsitz im Verein inne hat, begrüßte mit ihrer Stellvertreterin Gertraud Paschke die Jubilare. Auch Vizebürgermeister Ulf Riegel sprach ihnen seine Glückwünsche aus.

Helga und Egon Moretzki, Ingrid und Gerhard Zimmer, Anita und Richard Ehmann, Adeline und Horst Krupp, Bernhard Dittrich sowie Hildegard Bischke waren als Jubilare anwesend. Nicht teilnehmen konnten Adolf Bischke, Margarete Krautwald, Edmund Dietrich sowie Barbara und Manfred Mann.

Die Mitglieder der Siedlergemeinschaft kommen regelmäßig zusammen, um gemeinsam zu feiern. Gerne erinnert sich Gertraud Paschke an frühere Jubiläumsfeierlichkeiten: „Die Väter haben mit ihren Kindern auf dem Danziger Platz Fußball gespielt“, sagt sie. Der große Spielplatz ist bis heute Treffpunkt für den Nachwuchs.

Sie wohnt im Elternhaus ihres Mannes Helmut an der Elbinger Straße. Ihre Mutter Margareta Bittner, 96 Jahre alt, errichtete ihr Haus mit Ehemann Gerhard an der Glogauer Straße und ist älteste Anwohnerin. Wie alle Vertriebenen der ersten Stunde stammen sie aus Rengersdorf.

Zunächst in Einswarden

Monika Spallek, geborene Urban, fand im Dezember 1945 zunächst in Einswarden eine neue Heimat. Später zog die Familie nach Nordenham. Ihren Ehemann Christoph lernte Monika Spallek 1959 bei einem Tanzvergnügen bei Sokopf in Atens kennen: „Die Liebe hat mich in die Siedlung geführt.“ Ihre Schwiegereltern, die an der Posener Straße gebaut hatten, und die Eltern von Gertrud Paschke waren in Rengersdorf Nachbarn. „Wir kommen alle aus der gleichen Ecke.“

Während der Jubiläumsfeier schwelgten die Festgäste in vielen gemeinsamen Erinnerungen, sie schauten sich alte Fotos und Zeitungsartikel an. Von den ehemals 100 Familien, die vor 50 oder 55 Jahren die Siedlung mit Leben erfüllten, gehören heute noch rund 45 Familien dem Bund vertriebener Landwirte an.

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