RODENKIRCHEN Zu einer großen Jubiläumsfeier anlässlich seines 40-jährigen Bestehens hatte am Sonnabend der Jugend- und Musikzug Rodenkirchen in die Markthalle eingeladen. Es kamen viele befreundete Musikzüge und Ehrengäste, darunter Festredner und Schirmherr Karl-Heinz Funke aus Dangast. Zu den Gratulanten zählten auch örtlichen Vereine und Politiker.

Mit 25 aktiven Musikern und 75 passiven Mitgliedern steht der Traditionsverein heute auf gesunden Füßen. 30 bis 35 Auftritte pro Jahr erfordern ein großes Engagement und zeugen von der Begeisterung für die Musik.

„Ohne den Zusammenhalt wären wir nicht so weit gekommen“, sagte der Vorsitzende Andreas Decker in seiner Begrüßungsrede und erinnerte an die positiven aber auch negativen Zeiten in der Vereinshistorie. „Die Musik verbindet“, war sich der Vorsitzende sicher und nannte einige Beispiele – wie die entstandene Freundschaft zum Spielmannszug Driftsethe.

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Das Highlight für beide Vereine war die Wesertunnel-Eröffnung 2004, als sich beide Musikzüge in der Mitte des Tunnels trafen. Auch die Freunschaft zum Fanfaren- und Musikzug Wolfshagen im Harz währt schon lange und eine große Abordnung des Vereins reiste jetzt zur Jubiläumsfeier an.

Natürlich gab und gibt es auch freundschaftliche Verbindungen zwischen Vereinsmitgliedern. So sorgten einige auf ganz natürliche Weise für den Musikernachwuchs.

Als der Musikzug im Jahre 2004 kurz vor der Auflösung stand, beschloss der Vorstand einen Neuanfang und kaufte einige Schalmeien, die wesentlich leichter zu spielen sind als andere Instrumente. So gelang es den Verantwortlichen wieder mehr junge Leute anzusprechen und für den Musikzug zu begeistern.

Heute ist der Jugend- und Musikzug Rodenkirchen weit über die Grenzen der Wesermarsch hinaus bekannt. Er trat in Berlin unter dem Brandenburger Tor auf und in Paris unter dem Eiffelturm. Spanien, Niederlande, Frankreich oder der Kölner Karneval sind weitere Auftrittsstationen. Natürlich zählen auch die hiesigen Schützenfeste und auch der Roonkarker Mart zu den festen Programmpunkten im Jahresablauf.

Der Musikzug sei beim Kölner Karneval stets auch ein Botschafter für die Wesermarsch, da viele Urlauber aus dieser Region kommen, machte stellvertretender Landrat Dieter Kohlmann in seiner Ansprache deutlich. Dies sei ein nicht zu unterschätzender Werbeeffekt für die Wesermarsch.

Der ehemalige Landwirtschaftsminister Karl-Heinz Funke gab in seiner Festansprache ganz offen zu, dass er in Sachen Musik „völlig unterbelichtet“ sei. Er habe nie ein Instrument erlernt, dennoch höre er gerne Musik. Er wies auf die Wichtigkeit der ländlichen Vereine hin und lote die ehrenamtliche Arbeit, die die Jugend integriere und anleite und sie auf die Pflichten des späteren Lebens vorbereite.

Geselligkeit gehöre ebenfalls zum Vereinsleben und das gemeinsame Feiern fördere den Zusammenhalt. Mit dem Spielen bereiteten die Musiker nicht nur sich selbst, sondern auch den Zuhörern eine große Freude.

Von einer Gemeinschaft, die nur funktionieren könne, wenn sich Personen in die Gemeinschaft einfügen, sprach Stadlands Bürgermeister Boris Schierhold. In den Vereinen fänden sich junge und ältere Mitglieder und soziale Kontakte könnten so geknüpft werden.

Auf der Jubiläumsparty ehrte Andreas Decker zudem einige langjährige Mitglieder mit Urkunden. Seit 20 Jahren halten Imke Harde und Nicole Blotevogel dem Verein die Treue. Sandra de Harde ist seit 15 Jahren Mitglied. Vor zehn Jahren traten Arne Timpe, Andrea Claudia Timpe, Beatrice Ostmann und Daniela Decker in den Verein ein. Seit nunmehr fünf Jahren sind Wolfgang Freter, Steffen Timmig und Torsten Girnus Mitglied im Musikzug.

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