Warfleth Es sieht aus wie neu. Rotes Blech ohne die kleinste Roststelle oder Delle glänzt dem Betrachter entgegen, und beim Anblick seiner vielen liebevoll gepflegten Details geraten nicht nur Oldtimer-Fans ins Schwärmen. Die Rede ist vom Tanklöschfahrzeug (TLF) der Warflether Feuerwehr, das am 5. November seinen 36. Geburtstag feiern wird.

Nicht nur als zuverlässiges Einsatzfahrzeug von hohem einsatztaktischem Wert wird der 7,5-Tonner von der Feuerwehr Warfleth geschätzt. Im September glänzte es auch in Dauelsen beim 2. Feuerwehr-Oldtimertreffen als ältestes Fahrzeug im Dienst. Dabei hätte dieses alte Schätzchen eigentlich schon lange ausgemustert werden sollen. Das Loch in der Berner Gemeindekasse ließ es jedoch bisher nicht zu.

Fritz Stührmann war Ortsbrandmeister als der Unimog 1300L 1979 feierlich ins Warflether Gerätehaus einzog. Viele Einsätze hat das 129 PS starke Gefährt, in dem drei Feuerwehrleute, jede Menge Gerätschaften wie eine fest eingebaute Pumpe und 1800 Liter Wasser Platz finden, schon zuverlässig gemeistert. Der Unimog ist stets der Erste, der bei Alarm ausrückt. Wenn er sich seinen Weg durch unwegsames Gelände, wie beispielsweise beim Brand auf dem Warflether Sand Ostern 2011, bahnt, können moderne Fahrzeuge schwer mithalten. Dass so ein Einsatzfahrzeug aber überhaupt so lange einsatzfähig ist, kommt nicht von alleine. Viele Stunden Arbeit sowie jede Menge Idealismus und Liebe zur ehrenamtlichen Tätigkeit stecken darin. „Wir sind stets darauf bedacht, nicht nur durch regelmäßiges Training und Übungen zum Einsatz bereit zu sein, sondern auch die uns von der Gemeinde dafür zur Verfügung gestellte Ausrüstung in einem guten Zustand zu halten. Unseren Vorgängern war das – wie das TLF beweist – genauso wichtig“, sagt Knut Hinz. Er ist Gerätewart bei der Freiwilligen Feuerwehr Warfleth. Für ihn gibt es immer etwas zu tun, denn im Einsatz ist es schließlich lebenswichtig, dass sämtliche Gerätschaften einwandfrei funktionieren. Dazu gehört auch das Instandhalten der Fahrzeuge. Als die Einladung zu dem Oldtimer-Treffen ins Feuerwehrhaus flatterte, war das für Knut Hinz und seine Kameraden ein Anlass, sich noch mehr ins Zeug zu legen.

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„So konnte man schließlich nicht nach Dauelsen fahren“, schmunzelt er. Während die Gemeinde die Kosten für Farbe oder Spachtelmasse übernahm, stammten die benötigten Werkzeuge von den Feuerwehrmitgliedern. Viel Spaß habe es gemacht und die Gruppe noch fester zusammengeschweißt. Es gab immer jemanden, der weiterhelfen konnte, so die Erfahrung des Gerätewarts.

Viele Menschen, die am Gerätehaus vorbei kamen, wunderten sich, dass dort oft so viel los war. „Ganz besonders die neu Zugezogenen wissen meistens nicht, dass die Feuerwehrarbeit hier absolut ehrenamtlich ist und denken, wir bekommen Geld dafür“, sagt Jens Tychsen, der gemeinsam mit Christian Schröder und Kjeld Hinz die Reise nach Dauelsen antrat.

Dem TLF, das trotz seines Alters erst 27000 Kilometer auf dem Tacho hat, tat es gut, mal eine längere Strecke fahren zu dürfen. Als Erinnerung gab es eine Plakette, die die Warflether Brandschützer demnächst an die Kühlerhaube ihres Oldtimers montieren werden.

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