RODENKIRCHEN Er habe eine gute und eine schlechte Nachricht, sagte Moderator Jürgen Janssen bei seiner Begrüßung anlässlich des großen Festballs zum 20-jährigen Bestehen der Partnerschaft zwischen der Gemeinde Stadland und der Communauté de Communes du Petit Caux in der Normandie. „Das Positive ist: Unser Kind ist jetzt erwachsen geworden. Das Negative daran: Wir sind alle 20 Jahre älter geworden.“

So wie Jürgen Janssen waren etliche Deutsche und Franzosen der ersten Stunde zum Festball erschienen. Sie verbrachten einen festlichen Abend bei Shantys, einer französisch inspirierten Tanzgruppe aus Cuxhaven und einem ausgedehnten Büfett bis weit nach Mitternacht.

1990 ins Leben gerufen

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Von einer aufrichtig gewünschten und von vielen Menschen getragenen Partnerschaft, welche offiziell im Oktober 1990 in der Markthalle ins Leben gerufen worden war, sprach Bürgermeister Boris Schierhold in seiner Festansprache. Aus der Partnerschaft sei in all den Jahren eine tiefe Freundschaft entstanden, bei der die Begegnung und der Austausch das Fundament bilden würden.

Von Beginn an waren der regelmäßige Schüleraustausch und die Schnupperfahrten für die Erwachsenen ein fester Bestandteil der Partnerschaft. Sie wurden durch Kunstausstellungen, Gedenkfeiern, einer Fahrradtour, Marktständen und vielen Dingen mehr ergänzt. „Mit dem Getanen sind wir zufrieden und darauf auch stolz. Weiter so!“ schloss der Bürgermeister.

Die Vorsitzende des Freundeskreises Petit Caux, Petra Leifert, verglich die Partnerschaft mit einem bunten Mosaik, bei dem die Steine die gegenseitigen Besuche und Schnupperfahrten darstellten. Aber auch die gemeinsamen Aktivitäten wie etwa ein Stand bei der Kunst- und Hobby-Ausstellung und beim Seefelder Landfrauenmarkt, auf denen Mistelzweig, Käsespezialitäten, Weine oder Kunstwerke aus der Region Petit Caux verkauft würden, trügen zum Gelingen der Partnerschaft bei. „Diese Beiträge sind kostbar und wertvoll“, betonte Petra Leifert.

Auf dem richtigen Weg

Petra Leifert, der Präsident des Communauté de Commune de Petit Caux, Daniel Joffroy, sowie der Vorsitzende Patrick Martin gedachten an diesem Feiertag aber auch der Verstorbenen Willi Knupp und Michel Fromentin, die sich vor 20 Jahren sehr intensiv für die Vertragsunterzeichnung zur Besiegelung der Partnerschaft eingesetzt hatten. „Wir sind überzeugt, dass wir den richtigen Weg gehen“, sagte Petra Leifert. Sie überreichte dem Vorsitzenden Patrick Martin und dem Präsidenten Daniel Joffroy ein großes Verkehrsschild, auf dem die Entfernung nach Stadland, 842 Kilometer, festgehalten ist.

Patrick Martin lobte vor allem die engagierte ehrenamtliche Arbeit der Pädagogen und Eltern, die die Schüleraustausche jedes Jahr auf die Beine stellen. „Sie bescheren uns große Freude und viel Glück“, sagte Patrick Martin, der sich in der Pflicht sah, das Erbe von Willi Knupp und Michel Fromentin fortzusetzen und an die zukünftige Generation weiterzugeben. Daniel Joffroy bedankte sich aber auch bei dem langjährigen Vorsitzenden des Freundeskreises Petit Caux, bei Gerhard Krutschinna, der mit Helfern das Mühlenmodell erbaut hatte. Es steht heute in St. Martin Campagne und erinnert an die bestehende Partnerschaft.

Da in den vergangenen 20 Jahren sehr viel Aktivitäten stattfanden, schlug Daniel Joffroy vor, ein Buch darüber zu schreiben. „Wir müssen weitermachen, damit die junge Generation versteht, dass alleine die Austausche, die Teilhabe, die Kenntnis voneinander, die Achtung und die Freundschaft der Völker es erlauben, in Frieden zu leben.“ Für seine warmherzigen Worte erhielt Daniel Joffroy einen kräftigen Applaus.

Die Franzosen hatten ebenfalls einige Geschenke mitgebracht. Sie überreichten Boris Schierhold ein Ölgemälde der Küste von Petit Caux. Für den Freundeskreis gab es einen großen Präsentkorb mit französischen regionalen Spezialitäten sowie ein gesticktes Bild mit Symbolen aus dem französischen Distrikt.

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