Nordenham Daumen hoch für den Vorstand des Rüstringer Heimatbundes und alle ehrenamtlichen Helfer im Hintergrund: Auch im abgelaufenen Jahr haben sie wieder ganze Arbeit geleistet. Die Jahreshauptversammlung am Sonnabend in den Weserterrassen spiegelte jedenfalls die volle Zufriedenheit der 1448 Mitglieder wider.

„Es ist euch wunderbar gelungen, alle Sparten mit Leben zu füllen. Ihr habt euer Herz und eure Freizeit für den Verein hergegeben,“ lobte als Vertreterin der Oldenburgischen Landschaft die Landtagsabgeordnete Karin Logemann (SPD).

„Ihr seid ein unverzichtbarer Bestandteil der Region, seid das kulturelle Gedächtnis unserer Heimat und tragt dazu bei, dass diese Kultur für die kommenden Generationen erhalten bleibt“, unterstrich Bürgermeister Carsten Seyfarth.

Vorstand bestätigt

Derweil lobten die Mitglieder den Vorstand auf ihre Weise: Sie wählten den Vorsitzenden Hans-Rudolf Mengers und seinen Stellvertreter Alexander Schuhr sowie Kassenführer Andreas Schindler unter großem Applaus einstimmig wieder. Ebenso einstimmig votierten sie für Torsten Lange als neuen Schriftführer.

Er übernimmt die Aufgaben von Annegret Martens, die nach 15 Jahren auf eigenen Wunsch ausschied. Der Vorstand bedankte sich bei ihr herzlich für die gute Zusammenarbeit und ernannte sie zum Ehrenmitglied. Und so wurde es ein ganz besonderer Tag für die Ruhwarderin. Am Vormittag war sie bei einem gemeinsamen Empfang der NWZ und der Raiffeisenbank in Burhave bereits zu Butjadingens Frau des Jahres ernannt und geehrt worden.

In seinem Jahresbericht beschrieb Hans-Rudolf Mengers das zurückliegende Vereinsjahr als „recht turbulent“: Die Pflöcke für die am 7. April anstehende 125-Jahr-Feier wurden eingeschlagen. Prof. Dr. Dietmar von Reeken aus Oldenburg wird den Festvortrag halten. Zudem wurde der Forschungsauftrag für die Erarbeitung einer Vereinschronik an den Oldenburger Historiker Dr. Joachim Tautz vergeben. Die Ergebnisse seiner Recherchen werden als Jahresgabe 2017 veröffentlicht.

Als letztjährige Jahresgabe hatte der Heimatbund ein, so Hans-Rudolf Mengers, „thematisch wohl einzigartiges“, 240 Seiten starkes Buch über die Postgeschichte des Butjadinger Landes an seine Mitglieder verschenkt.

Sehr viel ehrenamtliche Arbeit hätten im Rüstringer Archiv und der Bibliothek einmal mehr die neun Mitarbeiter um Heddo Peters geleistet. Der „größte Brocken“ dabei war die Aufarbeitung des Materials des Stadlander Archivs.

„Da lebte das Haus“

Die Außenanlage des Museums sei neugestaltet worden, und die Sonderausstellung „Heart beat“ über die Musik der 60er Jahre sowie die mit musikalischen Beiträgen verschiedenster Interpreten gespickte Veranstaltung des Lions-Clubs Emy Rogge hätten tollen Anklang gefunden, listete Mengers auf. „Da lebte das Haus.“

Zum Mühlencafé in Moorsee merkte Hans-Rudolf Mengers an, dass es zwar schwer sei, mit ihm einen monetären Gewinn zu erzielen, doch das Café erfreue sich großer Beliebtheit. Alle Gruppen des Rüstringer Heimatbundes hätten sehr erfolgreich gearbeitet, so die Bilanz des Vorsitzenden. Allein der Schrieverkring habe bei seinen Veranstaltungen 6898 Gäste zählen und die Jugendgruppe Tusculum der Niederdeutschen Bühne De Plattdüütschen sich erneut einen Förderpreis erspielen können.

Leider gab es im vergangenen Jahr nicht nur Licht, sondern auch Schatten: Das Projekt Haus für Kunst in der Wesermarsch sei an den Kosten gescheitert, bedauerte Hans-Rudolf Mengers. Und die Dezemberausgabe des Rüstringer Boten mit dem Gutschein für die Jahresgabe habe viele Mitglieder nicht erreicht, da der Zusteller die Hefte offensichtlich entsorgte hatte anstatt sie zu verteilen.

Zudem musste sich der Verein vom langjährigen Leiter des Museums Moorseer Mühle, Nils Meyer, trennen, und das geschah nicht einvernehmlich. Ohne auf Details einzugehen verriet Hans-Rudolf Mengers, dass die Trennung „für die Beteiligten ein aufwendiger und schmerzhafter Prozess“ gewesen sei. Nun sei die Stelle neu ausgeschrieben worden, und es lägen 40 Bewerbungen vor.

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