Seefeld Sie ist klein, wird mitunter belächelt, muss sich jedoch nicht hinter den größeren Instrumenten verstecken: die Ukulele. Dass sie viele Fans hat, war beim zweiten Ukulele-Jamboree in der Seefelder Mühle deutlich zu spüren.

Rund 50 Teilnehmer hatten sich zu den acht Workshops angemeldet, die den ganzen Tag über in der Mühle und im Müllerhaus angeboten wurden.

Es gab Workshops für Anfänger und Fortgeschrittene. „Damit haben wir nahezu genauso viele Teilnehmer wie im vergangenen Jahr, als wir zum ersten Jamboree eingeladen hatten“, berichtet Gesche Gloystein, Geschäftsführerin des Kulturzentrums Seefelder Mühle und Initiatorin des Tages.

Die Teilnehmer kamen aus der Region zwischen Hamburg und Groningen angereist, um mit Gleichgesinnten die Liebe zu ihrem Instrument zu leben. „Für viele der Musikliebhaber ist die Ukulele ein sehr beliebtes Zweitinstrument“, sagt Gesche Gloystein.

Immer wieder Comeback

Immer wieder, in Intervallen von mehreren Jahrzehnten, hat das Instrument ein Comeback erlebt. Zuletzt, als der hawaiianische Sänger Israel „IZ“ Kamakawiwo’ole das Lied „Somewhere over the rainbow“ intonierte.

Gleich zu Beginn des Treffens in Seefeld, am Vormittag, gab es in der Mühle ein kleines Matinee-Konzert zur Einstimmung für die nachfolgenden Workshops.

Hier lernten Anfänger und auch Fortgeschrittene den Umgang mit dem Instrument, einfache Barree-Akkorde, verschiedene Griffmuster und die Möglichkeit, jede gewünschte Melodie zu intonieren. Selbst das Spielen von klassischer Musik ist auf der Ukulele möglich.

Als der angekündigte Regen seine Ausläufer über das Mühlengelände brachte, flüchteten sich die Teilnehmer – die zuvor noch im Garten, unter den Bäumen und Sonnenschirmen spielten und sangen – ins Mühlencafé. Dort, bei Kaffee und Kuchen, wurde kurz geplaudert, im Hintergrund waren hier und da noch einzelne Ukulele-Klänge zu hören.

Auch das am Abend geplante Doppelkonzert wurde aufgrund der Unwetterwarnungen des Wetterdienstes sicherheitshalber in die Mühle verlegt. Die Stimmung unter den Workshopteilnehmern war dennoch ungebrochen gut. Alle Teilnehmer erlebten an diesem Abend eine Premiere: die Band Les Poupées Gonflées aus Frankreich, die schon häufiger auf internationalen Ukulele-Festivals zu Gast war, hat an diesem Abend in der Seefelder Mühle ihr Debüt in Deutschland gegeben.

Sie begeisterte das Publikum mit verspieltem Swing-Chanson auf der Ukulele, Bassukulele, Akkordeon und Waschbrett. Durch die mehrstimmigen Arrangements schwebte ein Hauch Pariser Flair durch die Seefelder Mühle.

Den zweiten Teil des Abends bestritt die belgische Band Pom du Jazz. Hier wurde es dann schon ein wenig eng auf der kleinen Seefelder Mühlenbühne. Denn das sechsköpfige Ensemble musste eng zusammenrücken, konnte sich dennoch musikalisch voll entfalten.

Musikalische Zeitreise

Als Hommage an das Instrument spielten sie musikalische Klassiker aus den 1920er und 1930er Jahren, der Glanzzeit der Ukulele.

Passend zu dieser Zeit, trugen die Musiker in der Seefelder Mühle Kleidung aus den Jahrzehnten und nahmen das Publikum mit auf eine musikalische und visuelle Zeitreise. Belohnt wurden die Bands mit viel Applaus und Zugabe-Rufen.

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