Seefeld Die alte Muttersprache Plattdeutsch und moderne Poesie passen gut zusammen. Das soll die 1. Plattdeutsche Lesebühne am Sonntag, 17. November, ab 17 Uhr in der Seefelder Mühle zeigen.

Gesche Gloystein, Geschäftsführerin der Mühle und bekennender Plattdeutsch-Fan, hat den Poetry-Slam nicht nur organisiert, sondern sie tritt auch selbst auf. Außer ihr sind zwei weitere Wortakrobaten und ein Musiker zu erleben.

Format aus den USA

Ein Poetry-Slam ist ein Poesie-Wettbewerb mit selbst geschriebenen Texten, bei dem das Publikum gleichzeitig die Jury ist. Eine große Rolle bei der Bewertung spielt der Auftritt. Dieses Format stammt, wie könnte es anders sein, aus den Vereinigten Staaten, hat seine Plattdeutsch-Tauglichkeit aber schon mehrfach bewiesen.

Als Zuschauer willkommen sind Menschen mit Interesse an Slam-Poesie, aber auch Plattschnacker und solche, die es werden wollen. In den Texten geht es heiter bis wolkig zu, manch ernstes Wort wird von lustigen Gedankenspielen abgelöst, heißt es in der Ankündigung.

Drei Poetry-Slammer treten auf:
 Selina Kristin Seemann ist 26 Jahre jung, wurde in Flensburg geboren und lebt nun „weiter im Süden“, nämlich bei Kiel. Ihre ersten Slam-Erfahrungen sammelte sie 2010, noch vor ihrem Abitur, seit 2016 steht sie regelmäßig auf der Bühne. Sie hat den NDR-Poetry-Slam auf Plattdeutsch gewonnen und ist Stammautorin der größten und erfolgreichsten Lesebühne Schleswig-Holsteins, „Irgendwas mit Möwen“. Ihre Texte sind gereimt und erzählt, manchmal komisch, gelegentlich ernst.
 Gesche Gloystein hat 2013 ihre ersten Texte als Poetry-Slammerin verfasst. Seit 2017 ist sie oft bei plattdeutschen Poetry-Slams aufgetreten und hat den NDR-Poetry-Slam in Büdelsdorf zusammen mit Anni Greve gewonnen.
 Achim Kussmann war 15 Jahre lang Mitglied des Ensembles der Itzehoer Speeldeel, ist Autor der Sendung „Hör mal‘n beten to“ bei NDR 1 und tritt bei der Improvisationstheatergruppe „Duo Lamäng“ auf. Im August 2016 feierte er sein Debüt als plattdeutscher Poetry-Slammer und ist seitdem häufig als solcher auf Bühnen in Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein zu erleben.

Begleitet werden die drei von einem Musiker:
 Matthias Brungers wird in der Mühle ohne elektrische oder elektronische Verstärkung zu hören sein. Mit seiner Band hat er die plattdeutsche Rockoper „Wiet Land“ verfasst. Matthias Brungers schreibt alle Texte selbst. Neben Coverversionen bekannter Titel, denen er neue plattdeutsche Texte verpasst hat, spielt er vornehmlich eigene Lieder, teilen die Veranstalter mit.

Tickets im Vorverkauf

Der Eintritt kostet 5 Euro. Karten können im Mühlenbüro reserviert werden:
 unter Telefon 04734/1234
 oder online unter www.kulturzentrum@seefelder-muehle.de.

Henning Bielefeld Stadland und stv. Leitung Redaktion Nordenham / Redaktion Nordenham
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