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Seefeld Seit dem 21. Juni und noch bis zum 8. September ist die Ausstellung „Das Haus meiner Eltern – Erinnerungen“ von Heiko Symann aus Oldenburg in der Seefelder Mühle zu sehen. An diesem Sonnabend, 27. Juli, führt der Fotograf persönlich durch seine Ausstellung und gewährt allen Interessierten Einblicke in das Entstehen seiner Bilder. Die Führung beginnt um 15 Uhr.

Heiko Symann ist offen für alle Fragen – und sicherlich auch noch auf einen Kaffee auf der Terrasse der Mühle anzutreffen, teilt das Kulturzentrum mit.

Heiko Symann schreibt über seine Fotos: „Als vier Jahre nach meinem Vater auch meine Mutter gestorben war, erbte ich ein kleines Häuschen. Meine Eltern hatten zusammen mit Mutters Eltern 1964 gebaut, und als ich im Alter von sechs Jahren war, zogen wir ein. Knapp 50 Jahre war dieses Haus mein Zuhause, als Kind und Jugendlicher sowieso, später bei vielen Besuchen.“

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Der Fotograf erläutert: „Seit jeher war für mich klar, dass ich nie in den Ort selber und in das Haus zurückkehren werde, aber als es nun meins war, alles raus und das Haus selber verkauft werden musste – das war mir unmöglich. Jeder Blick im Haus löste Erinnerungen aus, aber auch wirklich jeder! Meine Eltern gehörten zu einer Generation, die nur dann etwas Neues anschaffte, wenn das Alte wirklich nicht mehr zu gebrauchen war. Zum Beispiel eine Tasse oder einen Teller wegzuwerfen, nur weil es einen kleinen Sprung gab – unvorstellbar.“

Seine Eltern seien niemals geizig gewesen, „das war nicht der Grund, es war einfach ihre Lebenseinstellung. Und nun sollte alles auf den Müll – mehr als einmal rannte ich mit feuchten Augen aus dem Haus.“

Dann sei ihm irgendwann der Gedanke gekommen, alle diese Blicke festzuhalten. „Der Blick in ein Schränkchen mit Dingen, die nur selten benutzt wurden, aber seit je her so lagen. Der Blick in den Schrank mit Töpfen und Pfannen, deren Lage sich auch nie veränderte und manches Teil war sicher älter als ich. Die Tassen und Teller an der immer gleichen Stelle im Küchenschrank.“

Der Fotograf fährt fort: „Mein Vater bastelte und baute gerne, er schraubte und schweißte eigentlich immer irgendetwas. Einen, oder besser gesagt drei stumme Diener, eine Sackkarre, selbst die Behältnisse für Schrauben wurden aus alten Dosen hergestellt. Man mag drüber schmunzeln, aber die unendliche Ausdauer und Liebe am Detail bewundere ich.“

Wochenlang sei er immer wieder durch das Haus gegangen und habe fotografiert. „Anschließend war es nicht mehr so schlimm, dass nahezu alles weggeworfen oder verkauft wurde. Sehe ich mir die Bilder an, so erzeugen sie ein wohliges Gefühl von Erinnerungen. Vielleicht geht es anderen, wenn sie meine Bilder betrachten, ähnlich und sie fühlen sich in die eigene Kindheit oder Jugend zurückversetzt.“

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