Schwei Kultur! Kultur! Kultur! Drei Mal können Besucher der St.-Secundus-Kirche Schwei in diesem Winter Musikkultur erleben – von traditionell bis experimentell. Am Dienstag, 4. Februar, gastieren die Don-Kosaken unter der Leitung von Maxim Kowalew, am Sonnabend, 22. Februar, gibt das weibliche Streichquartett Eklipse seine Visitenkarte ab und am Sonnabend, 7. März, schaut ab 19.30 Uhr ein alter Bekannter vorbei, der sich schon zehn Jahre nicht mehr blicken und hören gelassen hat: Joe Wulf.

Selbstverständlich kommt der berühmte Jazz-Posaunist nicht allein. In seinem Gefolge sind The Gentlemen of Swing, eine weitgehend neue Gruppe. „Nur der Schlagzeuger Will Lindfors gehörte schon zu Joe Wulfs ursprünglicher Begleitband“, sagt der früherer Pfarrer Gerhard Roos, der das Konzert organisiert.

Spezielle Beziehung

Schweier wissen das: Gerhard Roos hat eine ganz spezielle Beziehung zu Joe Wulf. Denn einer der Söhne des Bandleaders, der schwerbehinderte Christian, hat als Pflegekind bei Gerhard Roos und seiner inzwischen verstorbenen Frau Christel in Norderschwei gelebt. Er ist 2010 gestorben und liegt auf dem Schweier Friedhof.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den Corona-Update-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

„So zieht es den Vater erneut zu dessen letzter Ruhestätte und in die Kirche, in der er in den ersten Jahren des Jahrtausends fast jährlich mit seiner Band gastiert hat“, sagt Gerhard Roos. „Seinem fröhlichen Kind hat er im Haus der Pflegeeltern mit seiner Posaune oft eine besondere Freude gemacht.“

Gerhard Roos schätzt an Joe Wulf, dass dieser der letzte originäre Interpret des traditionellen New-Orleans-Jazz nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa ist. Auch bei diesem Konzert unter dem Titel „Jazz inne Kark“ zelebriert er klassischen Jazz und berauschenden Swing mit Interpretationen von „Swing Low, Sweet Chariot“ und „Joshua fit the Battle of Jericho“.

Zu hören sind Trompete, Posaune, Klarinette, Saxofon, Banjo, Gitarre, Bass und Schlagzeug, aber kein Piano mehr. Ganz besonders freut sich Gerhard Roos auf die Sängerin Angela van Rijthoven mit ihrer unverwechselbaren Stimme.

Unverwechselbar ist auch das rein weibliche Streichquartett Eklipse, das am Sonnabend, 22. Februar, ab 19.30 Uhr spielt. Die vier jungen Frauen Felicitas Fischbein, Maline Zickow (beide Violine), Ida Luzie Philipp (Viola) und Linda Laukamp (Cello) lassen neue Einflüsse zu und schreiben inzwischen auch eigene Songs.

Hits von Rammstein

Neben den eigenen Stücken stehen auch eindrucksvoll arrangierte Coverversionen aus Rock, Pop und Klassik auf dem Programmzettel. Dazu gehören beispielsweise Hits von Rammstein und Iron Maiden. Auch ihre Kleidung haben die Hamburgerinnen selbst entworfen.

Bei den Don-Kosaken unter der Leitung von Maxim Kowalew gehört Experimentierfreude dagegen nicht zu den Anforderungen. Die Zuhörer können sich darauf verlassen, dass sie zu hören bekommen, was sie hören wollen – nämlich russisch-orthodoxe Kirchengesänge sowie einige Volksweisen und Balladen, ausgewählt nach der jeweiligen Jahreszeit. Die Kosaken treten am Dienstag, 4. Februar, ab 19 Uhr auf.

Anknüpfend an die Tradition der großen alten Kosaken-Chöre zeichnet sich die Gruppe durch ihre hohe Disziplin aus. Den Akteuren geht es darum, „singend zu beten und betend zu singen“, wie sie mitteilen.

Der Gesamtleiter Maxim Kowalew stammt aus Danzig und begann schon als Sechsjähriger in der staatlichen Musikschule Geigenunterricht zu nehmen. Sein Vater, ein gebürtiger Russe, war Pianist und Klavierlehrer, seine Mutter Gesangslehrerin.

Als junger Erwachsener studierte Maxim Kowalew in Danzig Gesang. Im Anschluss an sein Diplom 1983 ging er nach Westeuropa.

Henning Bielefeld Stadland und stv. Leitung Redaktion Nordenham / Redaktion Nordenham
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.