Lemwerder Kabarett im Dreierpack wurde in der Begegnungsstätte Lemwerder serviert. Daniel Helfrich, Lisa Eckhard und Roland Baisch standen dort als „Nordkurve“ auf der Bühne, um das Publikum auf unterschiedliche Weise zum Lachen zu bringen.

Den Auftakt machte Daniel Helfrich, der sein Publikum mit unzähligen Fragen erst einmal kennen lernen musste. Viel Zeit für Anderes blieb dem Klavierkabarettisten im geschmackvollen Sakko darum nicht. Schon nach seinem „Plus 1“-Lied am „Klafünf“ und einem Schmählied auf Helene-Fischer und schlecht gereimte Schlagertexte war es Zeit, das Mikrofon an Lisa Eckhard zu übergeben.

Ganz ohne Musik, dafür umso wortgewaltiger mit einer gehörigen Portion messerscharfem schwarzem Humor kam die Poetry-Slammerin daher. Dass sie Österreicherin sei, höre man neben dem Dialekt sicher schon am Rassismus, stellte sich die 24-Jährige vor und legte gleich voll mit den „Besonderheiten“ ihrer Landleute beim Reisen los.

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Statt sich in Thailand Hepatitis anzuschaffen oder nach Afrika zu den „Negern“ zu fliegen, reiche doch auch ein starker Balken auf dem Dachboden, um die Seele baumeln zu lassen, verlieh sie ihrer Abneigung gegen das Ausland und das Fliegen Ausdruck. Sie appellierte für noch mehr Sicherheit bei der 24-Stunden Überwachung. Die Taschen voller Kleingeld beim Sicherheitscheck am Flughafen seien besser als ein Callboy und für mehr Beachtung reichen die richtigen Reizworte nach jedem Telefonat, um die eigene Akte im Stapel noch über die der Familie Bin Laden zu kriegen, meinte sie – bevor ein nicht ganz so traumhaftes Gedicht über Disneys-Traumfabrik ihren ersten Auftritt beendete.

Mit einem mutigen Bild seines einstigen muskelbepackten Bodybuilderkörpers stellte sich Roland Baisch vor. Aber wer will schon als dummes Blondchen diskriminiert werden? Darum habe er ein „bisschen“ was machen lassen, scherzte Baisch, der seit seiner Schönheitsoperation zum „Grauen Star“ endlich ernstgenommen wird.

Cooler als Bushido und vorsichtshalber auf Deutsch, weil er einst am Gymnasium den selben Englischlehrer wie EU-Kommissar Günther Oettinger hatte, rappte der Schwabe als „Grandfather Flash“; er warf mit Handtüchern um sich oder ließ, nachdem sich Lisa Eckhart Gedanken über Allergien und Fleischkonsum gemacht hatte, im zweiten Teil des Programms als „Ma hatma Gaudi“ Teppiche fliegen.

Zum krönenden Abschluss ließen der „Graue Star“ mit Gitarre und Daniel Helfrich am Klavier ihr Publikum schon mal in den „Sommerhit 2017“ hinein hören.

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