Ruhwarden Butjadingen trauert um einen verdienten Mann. Um einen Mann, der einst einer der Motoren des Tourismus’ in der Gemeinde war. Dem es zu verdanken ist, dass Butjadingen alljährlich die Kunst- und Kulturwochen „Gezeiten“ begeht. Um einen Mann, der auch in der Politik die Geschicke der Gemeinde mitbestimmte. Am Wochenende ist Hergen Auffarth im Alter von 90 Jahren gestorben.

Hergen Auffarth erblickte am 8. November 1927 in Oldenburg das Licht der Welt. Einige Jahre später zog die Familie nach Ruhwarden um, wo sein Vater Carl Auffarth einen Gemischtwarenladen pachtete. Hergen Auffarth besuchte die Schule in Ruhwarden, absolvierte ab 1941 eine kaufmännische Ausbildung in Dötlingen. Im letzten Kriegsjahr wurde er als 18-Jähriger eingezogen, blieb unversehrt und kehrte nach kurzer Internierung 1945 zu Fuß von Dänemark nach Butjadingen zurück. Hier wurde Hergen Auffarth ein erfolgreicher Unternehmer. Und engagierte sich in vielfacher Weise ehrenamtlich für „seine“ Gemeinde.

Von 1972 bis 1992 war Hergen Auffarth Vorsitzender des Bürgervereins Ruhwarden. Er machte sich dafür stark, dass Rad- und Wanderwege angelegt sowie Hinweistafeln und Ruhebänke im Dorf aufgestellt wurden. 1993 wurde er Ehrenvorsitzender des Bürgervereins.

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Ab Anfang der 70er Jahre organisierte Hergen Auffarth das Butjadinger Küstenwochenende, das 1986 in die „Gezeiten“ mündete. Hergen Aufffarth ist der Vater der Kunst- und Kulturwochen, die er bis 1997 auch organisierte. Renate Knauel, die heute den „Gezeiten“-Arbeitskreis leitet, lobt Hergen Auffarth als einen Mann, der stets den Mut gehabt habe, auch ungewöhnliche Ideen zu unterstützen. Der Kulturpreis „Goldene Krabbe“, den die Gemeinde alle zwei Jahre verleiht, geht ebenfalls auf eine Initiative des Ruhwarders zurück; 2004 stiftete er diesen Preis.

Hergen Auffarth war Freidemokrat. Von 1976 bis 2003 saß er für die FDP im Butjadinger Gemeinderat, von 1986 bis 1996 war er stellvertretender Bürgermeister. Auch im Tourismus sprach er ein gewichtiges Wort mit. Von 1996 bis 2001 stand er dem Aufsichtsrats der Butjadingen Kur und Tourismus GmbH vor.

Zu seinem 75. Geburtstag machte sich Hergen Auffarth selbst ein Geschenk und legte das Buch „Ein Leben für ein Dorf“ vor. Der Titel bezieht sich auf Ruhwarden. In dem Buch blickt er auf seine vielen Aktivitäten zurück.

Ein besonderer Tag war für Hergen Auffarth, der 1974 den Lions-Club Nordenham mitgegründet hatte, der 11. Januar 2012. An dem Tag verlieh ihm der damalige Landrat Michael Höbrink das Bundesverdienstkreuz.

Der Ruhwarder habe diese Auszeichnung „über alle Maßen verdient“, sagte Michael Höbrink bei der Verleihung. Parteikollegin Uta Meiners, die damals Vize-Bürgermeisterin war, bezeichnete Hergen Auffarth als einen „Mann des Wortes und der Tat“.


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Detlef Glückselig Butjadingen / Redaktion Nordenham
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