LEMWERDER Die Begu Lemwerder verwandelte sich am Sonnabend zum zweiten Mal in die „Nordkurve“. Da, wo sich sonst nur Fußballfans tummeln, gab es am Abend Kabarett im Dreierpack. Drei neue Gesichter der deutschen Kleinkunstszene begaben sich aufs Spielfeld, spielten jeder einen Satz aus ihrem aktuellen Soloprogramm.

Den Anfang machte Marc Uwe Kling, der mit Punkrock begeisterte, sich gegen offene Beziehungen (es sei denn für sich) aussprach, sich von den Sozialdemokraten verraten fühlte und keine Überraschungen liebt – schon gar nicht, wenn er am Strand von Bangkok feststellen muss, dass die sieben Großpackungen hochwertiger Kondome, die er extra für den Thailand-Urlaub in Deutschland gekauft hatte, den Aufdruck „Made in Thailand“ tragen.

Kabarettistin Dagmar Schönleber freute sich über das schon warm gerockte Publikum zu dieser schwierigen Jahreszeit. Gerade der Monat November spalte die Leute entzwei. Die einen verfallen in euphorische Vorweihnachtsfreude und backen 24 Stunden Plätzchen, die anderen bringen sich um, wenn nicht gerade die Bahn streikt. „Bahnstreik rettet Leben!“, meinte die Kabarettistin, die eigentlich böser Rockstar werden wollte, wäre sie nicht so zwiespältig gewesen.

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Das Finale bestritt Michael Krebs, unüberhörbar aus dem Schwabenländle stammend, der den Gästen nur schwer weismachen konnte, er käme aus Hamburg. „Sind heute Abend Schwaben hier?“, fragte er schwäbelnd sein Publikum. Begeistert registrierte er, dass sich „Heike“ aus der letzten Reihe meldete, die sogar Spätzle kochen konnte. „Setzt euch alle neben Heike, die wird simultan übersetzen“, riet Krebs.

Dass der Künstler auch ganz ordentlich in die Klaviertasten zu hauen vermag, stellte er gleich darauf unter Beweis. Ganz der Romantik verpflichtet, spielte er Richard Claydermans „Pour Adeline“ für Gisa aus der ersten Reihe, die sich dafür auf sein plüschfellbewehrtes Klavier legen und ein Gläschen Sekt schlürfen durfte.

Zum Schluss überraschte das Nordkurven-Dreigestirn die Gäste mit einem in der Pause entstandenen Programm über seltsamen Künstlerbedarf, mangelnde Ideen aufgrund des Weihnachtsgeschäfts und Unmengen von Fanpost.

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