Kirche
Weihnachtsflut 1717 in St. Matthäus

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Rodenkirchen Kreispfarrer Jens Möllmann feiert an diesem Sonntag den Gottesdienst mit der Kirchengemeinde Rodenkirchen. Beginn ist um 10 Uhr in St. Matthäus.

Anlass ist der Tag des offenen Denkmals an diesem Sonntag. Deshalb stellt Jens Möllmann die Kirche auch inhaltlich in den Mittelpunkt seiner Betrachtungen. Ausgehend von Jakobs Traum von der Himmelsleiter aus dem ersten Buch Mose will der Kreispfarrer das Thema „Denkmal“ aufnehmen und von dort aus über den Sinn von Kirchengebäuden nachdenken.

  Ab 11 Uhr bietet die Kirchengemeinde eine Führung durch St. Matthäus an; alle Interessierten können ohne Anmeldung teilnehmen. Eine weitere öffentliche Führung beginnt um 14 Uhr.

 Dabei können sich die Teilnehmer auch die Wanderausstellung des Komregis-Verlags zur Weihnachtsflut 1717 ansehen. Diese Ausstellung ist den ganzen Monat in St. Matthäus zu erleben. Die Kirche öffnet dafür täglich von 9 bis 18 Uhr, der Eintritt in die Ausstellung ist frei, teilt Pastorin Birgit Faß mit.

Diese Flut war eine der schlimmsten Naturkatastrophen der frühen Neuzeit. Sie überraschte die Küstenbewohner in der Nacht zum 25. Dezember 1717 im Schlaf. Dem Orkan aus Nordwesten und dem ungewöhnlich schnell steigenden Wasser konnten die teilweise maroden Deiche nicht standhalten.

In Norddeutschland, den Niederlanden und Skandinavien starben 11 000 Menschen und 100 000 Tiere. Großformatige Bildtafeln erinnern an die Katastrophe und ihre Folgen: Hungersnöte für Mensch und Tier, hohe Steuern für den Wiederaufbau der Deiche und Verarmung. Auch die überlebenswichtige Bedeutung des Deichschutzes angesichts des steigenden Meeresspiegels wird dargestellt.

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