Rodenkirchen Onno Ficke greift zum Vorschlaghammer. Mit wenigen festen Schlägen treibt er eine Einschlaghülse in den Boden neben dem Dorfplatz. Daraus entsteht die neue Wegbegrenzung. Am Montag, 30. April, soll sie ihre Bewährungsprobe bestehen.

Denn dann feiert der Bürgerverein Strohausen, dessen Zweiter Vorsitzender Onno Ficke bis vor kurzem war, gleich zwei Feste auf dem Dorfplatz: seinen 90. Geburtstag und das Maibaumsetzen. Dazu sind auch allerlei weitere Auffrischungsarbeiten erforderlich, die mehrere Ehrenamtliche leisten.

Mit Luftballons

Die 90-Jahr-Feier beginnt um 16 Uhr im Festzelt mit Kaffee und Kuchen für die Erwachsenen. Für die Kinder wird ein Schminkstand vorbereitet, außerdem können sie sich auf einen Luftballonstart und Stockbrotbacken freuen. Als Solokünstler tritt der Orgelspieler Alfred Eden alias Don Alfredo auf.

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Gegen 19 Uhr beginnt das alljährliche Maibaumsetzen. Der Umzug mit dem geschmückten Baum setzt sich am Dorfplatz in Bewegung, nimmt Kurs auf den Friesenplatz und kehrt wieder zurück. Zur Begleitung spielt der Jugend- und Musikzug Rodenkirchen. Der neue Erste Vorsitzende Wilfried Schellstede wird im Anschluss eine Rede halten.

Wenn der Baum steht, geht die Feier im Festzelt weiter. Es gibt Bratwurst und Getränke, und der Disc-Jockey Uwe Pargmann legt Musik auf. Am nächsten Morgen wird wieder gefeiert: ab 10 Uhr mit einem Frühschoppen, anschließend folgt – wie in jedem Jahr – eine Radtour, aber nur, wenn das Wetter mitspielt.

Es war auch der Wunsch nach einem Maibaum, der 1928 zur Gründung des Bürgervereins führte, berichtet Onno Ficke, der sich in der Geschichte seines Ortsteils bestens auskennt. Im Zweiten Weltkrieg musste die Tradition unterbrochen werden; erst Ende der 50er Jahre wurde sie wieder aufgenommen.

Der Dorfplatz wurde Anfang der 2000er Jahre geschaffen, als Ummo Wedelich Erster Vorsitzender war. Er entstand auf dem Gelände des alten Sieltiefs, das zugeschüttet worden war, nachdem der neue Wasserzug Anfang der 70er Jahre gebaggert worden war. Auf dem grauen Pflaster zeichnet sich eine weiße Kompassrose ab.

Ein Sielstein aus dem Jahr 1773 erinnert an die Tradition. Eine weitere Erinnerung an alte Zeiten sind die beiden kleinen Kanonen, die vor knapp 150 Jahren zum Zollkreuzer „Jade“ gehörten und später das Denkmal für den deutsch-französischen Krieg 1870/71 zierten, das an der heutigen Raiffeisenbank stand. Zum Sedanstag am 2. September, dem Nationalfeiertag des Kaiserreichs, wurden sie abgefeuert, erzählt Onno Ficke. Dazu kommt ein Eimer vom Kettenbagger „Hamburg“,

Ein Bürgerstammtisch

Nach vorn blickt Gabriele Wobbe-Sahm, die neue Zweite Vorsitzende, und hat dabei doch immer die Tradition im Blick. Sie will mehr Kultur bieten; dazu gehören Vorträge, Plattdeutsch und der Bürgerstammtisch, der ab Herbst alle zwei Monate im Café FP eins stattfinden soll. Im Oktober berichtet Adde E. Schnell über die alte Strohauser Mühle, im Dezember geht es um Digitalisierung.

Henning Bielefeld Stadland und stv. Leitung Redaktion Nordenham / Redaktion Nordenham
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