Brake Margarete Schulz zupft eine Tischdecke zurecht. In wenigen Minuten soll im BBZ-Forum die Probe beginnen, und zum Job der Regieassistentin gehört es, dass alles an seinem Platz ist.

Helmut Stührenberg hantiert derweil mit seinen Turnschuhen. „Sieht man, dass sie verkehrt herum sind?“, fragt der Bühnenchef, der diesmal zum Ensemble gehört, während er sich notdürftig die Schnürbänder zuknotet. Allerdings, man sieht es. Und das ist wichtig. Denn dass der linke Fuß im rechten Schuh steckt und der rechte im linken, ist ein eindeutiges Indiz dafür, dass Siegfried Rettich (Stührenberg) eben doch nicht mehr ganz so fit ist, wie er seiner Tochter Dany (Ute Seyberth) glauben machen möchte.

Um das Altern in Würde geht es bei der Komödie „Je oller, je doller“, mit der die Niederdeutsche Bühne Brake die Spielzeit 2013/14 beendet. Der Premierenvorhang öffnet sich im Forum des Berufsbildungszentrums am Donnerstag, 13. März, um 20 Uhr. Insgesamt wird das Stück 14 Mal im BBZ zu sehen sein.

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„Je oller, je doller“ ist zwar eine Komödie. Das Stück, das Hans-Peter Blohm inszeniert, bietet jedoch keine Gags zum Schenkelklopfen. Der Humor kommt eher leise und vor einem ernsten Hintergrund daher.

Im Mittelpunkt steht Siegfried Rettich. Er lebt alleine, nachdem seine Frau gestorben ist. Die Kinder Dany und Jens (Klaus Nicolaisen) versuchen, den Vater dazu zu bewegen, sich eine kleinere Wohnung zu suchen. Doch Siegfried gibt den harten Kerl und behauptet, dass er bestens alleine klar kommt; schließlich joggt er noch jeden Tag sechs Kilometer.

Statt auf den Rat seiner Kinder zu hören, hat Siegfried gerade eine Kontaktanzeige beantwortet. Das Treffen mit Bella (Elke Moorbeck-Böse), die das Inserat aufgegeben hat, endet jedoch mit einer mittleren Katastrophe. Siegfried erleidet einen Unfall, bei dem er sich ein Bein bricht. Nun steht fest, dass er nicht länger alleine in seinem Haus bleiben kann.

Siegfrieds Kinder engagieren eine Haushälterin (Dagmar Heeren-Schenk), von der ihr Vater alles andere als begeistert ist. Deshalb lässt Siegfried auch keine Gelegenheit aus, um Caroline das Leben schwer zu machen. Doch die resolute Dame lässt sich die Butter nicht vom Brot nehmen. Und langsam, aber sicher kommen sich Siegfried, hinter dessen rauer Schale sich ein weicher Kern verbirgt, und Caroline näher.

Vor und hinter den Kulissen steigt langsam das Premierenfieber. Am 13. März ist es soweit. Danach sind noch 13 weitere Aufführungen geplant. Zu sehen ist „Je oller, je doller“ am Freitag, 14. März, um 20 Uhr, am Sonntag, 16. März, um 15.30 Uhr, am Donnerstag und Freitag, 20. und 21. März, jeweils um 20 Uhr, am Sonntag, 23. März um 15.30 Uhr, am Dienstag, 25., Donnerstag, 27., und Sonnabend, 29. März, jeweils um 20 Uhr, am Sonntag, 30. März, um 15.30 Uhr, von Dienstag bis Donnerstag, 1. bis 3. April, um 20 Uhr und am Sonntag, 6. April, um 15.30 Uhr.

Detlef Glückselig Butjadingen / Redaktion Nordenham
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