Brake Ein Urgestein der deutschen Musikszene hat sich am Donnerstagabend im Central-Theater den Brakern vorgestellt: Anne Haigis gab sich die Ehre und ließ ihre rauchigen und unverwechselbaren Stimme auf „einer der allerschönsten Bühnen Deutschlands“, wie sie sagte, erklingen.

Verlassen konnte sich die Sängerin bei ihrem Konzert in Brake nicht nur auf ihre langjährige Bühnenerfahrung, sondern auch auf Joscha Wittschell. Der hat schon mit Musikgrößen wie den Söhnen Mannheims und Leona Lewis zusammengespielt und unterstützte Anne Haigis mit Gitarre und Gesang.

Musikalisch bot das Duo eine Reise durch verschiedene Jahrzehnte und Musikrichtungen. Lieder von ihrem aktuellen Album „Wanderlust“ – der Titel hat nichts mit der Lust am Wandern zu tun, sondern ist das amerikanische Wort für Fernweh – fehlten ebenso wenig wie Lieder aus ihrer deutschsprachigen Zeit. Zwischen den einzelnen Stücken erzählte die Musikerin immer wieder Anekdoten aus ihrer langen Musikkarriere und ihrem bewegten Leben: wie sie nach Köln zog, wie sie doch einmal in der ZDF-Hitparade auftrat oder wie ihre Lieder entstehen.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den Corona-Update-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Die Wahlkölnerin überzeugte während des Konzerts nicht nur mit ihren eigenen Titeln wie „A long long time ago“ oder „Out of the rain“, sondern auch mit ihren Interpretationen von Alanis Morissettes „Everything“ oder „Papa“ und „Nacht aus Glas“ von Trude Herr.

Auch wenn die rockig-röhrige Interpretation zum Beispiel von „Everything“ zuerst irritieren kann, muss man anerkennen, dass es Anne Haigis gelingt, allen Liedern ihren eigenen Stempel aufzudrücken. Diese Tatsache sowie die unglaubliche Bühnenpräsenz der Sängerin und das sehr gute Gitarrenspiel auch von Joscha Wittschell machten den Auftritt des Duos zu einer runden Sache.

Die knapp 40 Zuhörer, anfangs noch zögerlich, waren spätestens beim Frauen-Blues „Can’t let go“ von der Leistung der gebürtigen Schwäbin überzeugt. „In Nordenham und Bremerhaven habe ich mich schon hochgespielt“, sagte Anne Haigis während des Konzerts. Den Grundstein dafür hat die Sängerin am Donnerstag auch in Brake gelegt. Bleibt zu hoffen, dass zu ihrem nächsten Konzert in der Kreisstadt auch mehr Zuhörer kommen.

Claus Arne Hock Redakteur / Online-Redaktion
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.