NORDENHAM Für Freunde der elektrischen Gitarre hatte der Programmchef der Jahnhalle, Stefan Jaedtke, am Sonnabend ein wahres Festmahl vorbereitet. Der Sänger und Ausnahmegitarrist Dennis Hormes war mit seiner Bluesband angekündigt, und gut 80 Zuhörer folgten der Einladung ins Kulturzentrum.

Gleich im ersten Stück zündete der junge Musiker ein musikalisches Feuerwerk, das für einiges Staunen im Publikum sorgte. Mit atemberaubender Virtuosität meisterte Hormes sein Solo und legte dabei eine Spielfreude und Präzision an den Tag, wie man sie nur bei ganz wenigen Gitarristen finden kann. Da es sich bei vielen Stücken in der ersten Hälfte des Konzerts um recht orthodoxe Bluesstücke handelte, blieben Hormes’ Mitstreiter Jerome Lellouche (Schlagzeug) und Martin Engelien (Bass) zwar etwas farblos, sorgten aber für einen gehörigen Druck.

Die besondere Stärke des Trios waren einige selbst geschriebene Rocksongs wie „They don’t know“. Dennis Hormes übernahm hier auch noch den Part des Sängers und machte die Stücke mit seiner typischen, rauen Bluesrockstimme durchaus ohrwurmtauglich. Zwischen Refrain und Chorus reihten sich dann wieder die schier endlosen Gitarrensoli ein, die trotz ihrer überragenden Klasse dem Zuhörer auch einiges an Geduld abverlangten.

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Neben den eigenen Stücken fanden sich im Programm des Ensembles außerdem noch musikalische Hommagen an Legenden wie Jimi Hendrix, Jeff Beck und Stevie Ray Vaughan.

Bei der Dennis-Hormes-Bluesband handelt es sich zweifelsohne um eine herausragende Gruppe, der es gelingt, neue Akzente im oftmals schon abgeschriebenen Bluesrock-Genre zu setzen. Besonders das hingebungsvolle, beinahe lyrische Improvisationsspiel des Gitarristen und Frontmannes Dennis Hormes besitzt Seltenheitswert.

Trotz allem handelt es sich beim Bluesrock immer noch um eine sehr spezielle, anspruchsvolle Art von Musik, die natürlich nicht jedermanns Sache ist. Einige Besucher verließen die Veranstaltung daher auch schon in der Pause.

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