WADDENS Ein Theaterstück mit Wiedererkennungswert: Beim Klootschießerball der Waddenser Friesensportler gab es für die Zuschauer nicht nur etwas zum Schmunzeln. Wer schon einmal in Kur war, dürfte die Situation im „Kurhotel Oase zur Ruhe“ kennen. Vollkommen unterschiedliche Charaktere prallen aufeinander und tragen eine Maske vor sich her.

Auch in der „Waddenser Kurklinik“ von Frau Dr. Apfel (Petra Adrian) und Schwester Tina (Tineke De Witte) ist das nicht anders. Schon an der Türklinke schwelt ein Streit zwischen Isole von Hardern (Renate Hibbeler) und Petra Sonnenschein (Bianca Poustourlis). Unterschiedlicher könnten die beiden Frauen auch nicht sein: auf der einen Seite die junge und flippige Sonnenschein in Lederklamotten. Und auf der anderen Seite die aristokratische privatversicherte Beamten-Witwe von Hardern, die mit den Esterházys verwandt ist. Der Ärger ist somit unausweichlich. Und so ganz scheint Bäuerin Rosalinde Linde (Susanne Hübler) nicht in die Damenriege zu passen. Sie hat den Kuraufenthalt in einem Preisausschreiben gewonnen, wäre aber lieber mit dem Traktor durch den Westerwald gefahren. Ohnehin weiß die Bäuerin nicht, was sie in der Kur soll und geht allen Anwesenden mit Bildern von ihren Bullen und Schweinen auf die Nerven.

Peter Engel (Werner Schröder) ist Pastor aus dem fernen Absurdistan und kennt zu jeder passenden oder unpassenden Gelegenheit ein Zitat. Zu dem bekennenden Atheisten Herbert Michels (Timo Dierks) fällt ihm allerdings nichts mehr ein. Michels ist Dauergast in der Kurklinik und begutachtet an jedem Anreisetag die Neuankömmlinge, in der Hoffnung, eine Frau zu finden. Nicht die Frau fürs Leben sucht der Beamte. Er ist der Hallodri in der Runde und freut sich, zu den Erfahrungen einer Frau beitragen zu können. Um den Frauen vorgestellt zu werden, steckt er dem Zivi Fritz (Michael Rohde) einen Schein zu.

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Noch bevor es in die Pause des Zweiakters geht, sind die Fronten abgesteckt. Es finden sich Pärchen zusammen und gemeinsam geht es in den „kleinen Bären“, einem Tanzlokal. Denn auch in der „Kurklinik zur Oase der Ruhe“ gilt: Erst Fango, dann Tango.

Während sich die Gäste vergnügen, machen Dr. Apfel und Schwester Tina sich Sorgen, denn ein getarnter Tester der Krankenkassen soll die Kurklinik unter die Lupe nehmen. Wer ist nun der Tester, fragen sich auch die Zuschauer. Nach drei Wochen Kuraufenthalt gibt es auf diese und andere Fragen dann verblüffende Antworten.

Mit der Aufführung brachte die Laienspielschar Waddens den gut gefüllten Saal nicht nur zum Lachen. Für die Aufführung gab es auch begeisterten Applaus. Vor allem Renate Hibbeler spielte die Rolle der arroganten von Harder nicht nur, sondern verkörperte sie stilvoll. Aber auch die übrigen Darsteller machten ihre Sache sehr gut. Und dass Topuster Dieter Hibbeler einige Male aushelfen musste, wurde mit Beifall und Humor genommen.

Nach der Aufführung wurde zur Musik von DJ Bernd Bohlen ausgiebig getanzt. Wer mochte, konnte sich auch an einem kalt-warmen Büffet stärken und bei einer Tombola sein Losglück versuchen.

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