Brake Eine karge Rückwand mit Holzstreben und ansonsten tiefe Dunkelheit – hinter der Kiez-Kneipe „Fair Play“ im BBZ-Forum mit ihren gemütlichen Barhockern und der gediegenen Theke sieht es recht nüchtern aus. Die nächste Vorstellung der Niederdeutschen Bühne mit dem Stück „Een, twee, dree – St. Pauli“ steht kurz bevor.

Uhr tickt gen Aufführung

Ein schmaler Nebeneingang führt in den Raum hinter den Kulissen. Von dort dringt leises Stimmengewirr hervor. Eineinhalb Stunden vor der Aufführung herrscht hier noch reges Treiben: Haare werden eingedreht, Lidschatten und Lippenstift aufgelegt, Kostüme angezogen, der Text noch einmal durchgegangen und viel gelacht und geredet. Das ändere sich aber, je näher die Zeiger gegen 20 Uhr rücken, berichtet Manuela Schöler, Pressesprecherin der Niederdeutschen Bühne.

Dann – zu Vorstellungsbeginn – herrscht absolute Stille; jeder Schauspieler konzentriert sich auf sich selbst. Kurz vor der Aufführung kommen alle Darsteller zusammen und bilden einen Energiekreis, um sich gemeinsam auf die Vorstellung vorzubereiten. Während das Stück läuft, herrscht hinter der Bühne jedoch absolute Konzentration.

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Es sei aber auch schon vorgekommen, dass sie im gemeinsamen Gespräch beinahe ihren Einsatz verpasst hätten, berichtet Klaus Decker, der im Stück den Transvestiten Felicitas mimt. Mittlerweile können die Schauspieler aber auf einem Fernseher das Bühnengeschehen verfolgen. Klaus Decker ist bereits seit 31 Jahren bei der Truppe. Deshalb sei sein Lampenfieber inzwischen auch nur noch „einer gewissen Anspannung gewichen“. Die sei aber auch unbedingt notwendig für die Schauspielerei.

Neben Klaus Decker stehen noch 20 weitere Darsteller bei der Kiez-Komödie auf der Bühne – darunter auch einige, die zum ersten Mal vom Lampenfieber gepackt werden. Wie Tina Jacobs, die eine der Prostituierten spielt. Ihren plattdeutschen Text lernte sie wie Vokabeln in der Schule durch ständiges Wiederholen. „Der Text an sich war gar nicht so schwer, aber die Aussprache“, erklärt sie.

Aus Chiara wird Lena

Auch Chiara Mende und die 14-Jährige Luca Blohm sind neu in der Gruppe. Sie verwandeln sich durch die Hilfe der Damen von der Maske (Marina Bruns, Elke Wichmann, Britta Herla, Frederike Gomilar) in Lena und ein bulgarisches Mädchen. Dabei haben die Frauen alle Hände voll zu tun, denn jeder Schauspieler erhält sein festgeschriebenes Make-up, das durch den Regisseur, Hans-Peter Blohm, abgesegnet werde, wie Frederike Gomilar erklärt. Die Maske stelle dabei nur einen kleinen Teil der „schwarzen Crew“ hinter den Kulissen dar, ohne die kein Schauspieler bestehen könne, betont Manuela Schöler.


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Tanja Henschel Barßel / Redaktion Münsterland
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