Schwei Mit einer frischen Buchsbaumgirlande und weißen Schleifen hatte der Gemeindekirchenrat das neue Nordportal zünftig „eingekleidet“. Damit signalisierte er dessen erstmalige Eröffnung, die nach dem Gottesdienst am Sonntag beim Neujahrsempfang der Kirchengemeinden Schwei und Schweiburg in der St.-Secundus-Kirche stattfand.

Pastor Bernd Eichert freute sich über eine weitere gelungene Bauaktion in der Kirche. Angestoßen wurde das Projekt erneut vom Kirchbauverein, der auch für die Finanzierung sorgte. Dazu waren viele Privatspenden, aber auch finanzielle Unterstützung durch den Oberkirchenrat und die Waltraut-und-Werner-Hofmann-Stiftung nötig.

Portal vor 400 Jahren

Der Vorsitzende des Kirchbauvereins Dr. Cord Diekmann erinnerte an die Bedeutung des Nordportals, das beim Bau der Kirche vor 400 Jahren schon fester Bestandteil der Architektur war. „Die Nordtür diente den Butendiekern, die Binnendieker verließen die Kirche über das Südportal“, erklärte Diekmann. Hier werde auch ein Sprachbild aus der Bibel sichtbar, das in der Umgangssprache der Diplomatie heute zu einer Politik der offenen Türen geworden sei. An der Richtigkeit dieser Politik zweifele Europa allerdings gerade, sei es in der Flüchtlingsfrage oder hinsichtlich der EU-Erweiterung, sagte der Vorsitzende.

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Diekmann dankte auch dem Bautrupp mit Hans-Gerd Westerholt, Ernst Scherweit, Klaus Blank, Diedrich Rütemann, Jan-Bernd Schomaker und Uwe Ralle, der nicht nur das Loch in die Außenwand geschlagen hatte, sondern auch mit der Tischlerei Ostendorf die neue Tür eingesetzt hatte. Fachkundig begleitet wurden die Bauarbeiten von Achim Knöfel von der Bauabteilung des Oberkirchenrats, der beim Empfang anwesend war. Auch Jades Bürgermeister Henning Kaars und Stadlands stellvertretende Bürgermeisterin Andrea Arens waren gekommen und begaben sich nach dem offiziellen Teil zusammen mit allen Anwesenden ins Gemeindehaus, wo Kuchen, Kaffee und eine heiße Suppe auf die Gäste warteten. Hier wurde den ehrenamtlichen Helfern in beiden Kirchengemeinden gedankt.

Ruckelnde Bewegungen

Mit einer französischen Erkenntnis „Wer von der Bausucht befallen ist, braucht keinen Gegner, um sich zugrunde zu richten“ übergab Diekmann den Schlüssel nach dem Gottesdienst an Pastor Eichert. Der schritt auch gleich zum Nordportal und musste aber einige ruckelnde Bewegungen machen, bis sich der Schlüssel drehen und die Holztür öffnen ließ.

Die Hauptfunktion des Nordportals ist eine Fluchttür, die aber stets verschlossen bleibt, solange kein Notfall eintritt. Der passende Schlüssel hängt sichtbar an der Tür und kann jederzeit benutzt werden. Den historischen Schlüssel und das Schloss hat, wie berichtet, der Rodenkircher Maschinenbauermeister Wilfried Peters restauriert.

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