Nordenham Hermann Borchers gehört zweifellos zu den wichtigsten Künstlern, die in Nordenham gewirkt haben. Im September vergangenen Jahres ist er im Alter von 89 Jahren gestorben. Am kommenden Sonntag wäre er 90 Jahre alt geworden. Der Kunstverein Nordenham nimmt dies zum Anlass, noch einmal Werke von Hermann Borchers zu zeigen. Dabei handelt es sich um einen Teil des Nachlasses, den seine Tochter Johanna Hermann aus Goslar geerbt hat. Die Vernissage zur Verkaufsausstellung findet am Samstag, 19. Januar, ab 17 Uhr in den Räumen des Kunstvereins am Marktplatz statt.

Die Ausstellung trägt den Titel „Überwindung von Gegensätzen“. Und damit ist viel über das künstlerische Schaffen des freundlichen Querdenkers gesagt, der bis zu seinem Tod in seinem Atelier-Haus am Bauernweg gelebt und dort mit vielen verschiedenen Materialien und Ausdrucksformen experimentiert hat.

Die Verkaufsausstellung umfasst Bilder, Zeichnungen und kinetische Objekte aus mehreren Jahrzehnten. Dr. Peter Klan vom Vorstand des Kunstvereins hat sie ausgewählt. Er hält auch die Einführung bei der Vernissage am kommenden Samstag.

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Peter Klan beschreibt Hermann Borchers als „freundlichen, charmanten und zugewandten Mann, als unermüdlichen, experimentierfreudigen Kunst- und Denkarbeiter sowie als selbstbewussten, egozentrischen, auch mal recht streitbaren Diskussionsteilnehmer. Engagiert, beliebt, aber nicht immer bequem. Ein Mensch mit Ecken und Kanten.“

Dass er zu den bedeutendsten Künstlern in Nordenham gehörte, steht für Peter Klan außer Frage. Und dass er sich mit seinem Einsatz für den Erhalt der Nordenhamer Jahnhalle große Verdienste erworben hat, ebenfalls. Als das Gebäude Anfang der 80er-Jahre einem Hochhaus weichen sollte, scharte Hermann Borchers viele Mitstreiter um sich und protestierte mit Überzeugungskraft, Leidenschaft und mit Erfolg gegen die Abrisspläne.

Zu den Meilensteinen in der künstlerischen Laufbahn des Nordenhamers gehört seine Teilnahme an der 35. Biennale im Jahre 1970 in Venedig. Dort zeigte er seine lichtkinetischen Arbeiten. Seine letzte Ausstellung beim Nordenhamer Kunstverein hatte er 2014 anlässlich seines 85. Geburtstags.

Hermann Borchers war ein Schüler des legendären Kunstlehrers Rudolf Matthis. Nach dessen Tod war er wesentlich an der Sicherung des künstlerischen Nachlasses von Rudolf Matthis beteiligt. Hermann Borchers gehörte 1972 zu den Gründungsmitgliedern des Nordenhamer Kunstvereins und war in den ersten elf Jahren auch Vorstandsmitglied.

Von 1964 bis 1986 arbeitete Hermann Borchers als Grund- und Realschullehrer in Nordenham, bis er im Alter von 57 Jahren aus dem Schuldienst ausschied.

Die Ausstellung „Überwindung von Gegensätzen“ ist bis zum 8. Februar in den Räumen des Kunstvereins am Marktplatz zu sehen. Die Öffnungszeiten sind montags bis freitags von 9 bis 12 Uhr, dienstags von 14 bis 16 Uhr und donnerstags von 14 bis 17 Uhr.

Jens Milde Nordenham / Redaktion Nordenham
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