Nordenham Um es gleich vorwegzunehmen: Wer die großartige Metal-Party am Samstag in der Jahnhalle verpasst hat, sollte sich den 9. Februar vormerken. Dann wird es eine Neuauflage des Power-Konzerts mit The Unity geben. Karten sind ab sofort bei NMT am Marktplatz erhältlich. Der Nordenhamer Profidrummer Michael Ehré, der bei Unity auf dem Schlagzeughocker sitzt, wird indes schon am 8. Dezember wieder im Kulturzentrum zu hören sein: dann mit der Band des früheren Scorpions-Gitarristen Uli Jon Roth, in der er ebenfalls trommelt.

„Die heutige Veranstaltung ist ausverkauft“ war am Samstag auf einem Zettel an der Tür der Jahnhalle zu lesen. Die Karten für das Konzert mit drei Metal-Formationen und anschließender After-Show-Party waren seit Tage vergriffen. Fans, die kein Ticket ergattert hatte, versuchten ihr Glück auf Internet-Börsen – das kommt nicht alle Tage vor bei Jahnhallen-Konzerten.

Das Team des Kulturzentrums hatte mit den Aufbauarbeiten schon am Vormittag begonnen und dabei eine stattliche Anzahl von Helfern am Start. Denn der Bühnenaufbau für die beeindruckende Lichtshow hatte es in sich. Aber der Aufwand sollte sich gelohnt haben. Die 280 Metalfans zeigten sich am Abend vollends begeistert, und das nicht nur von der Hauptband.

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Beifall für Vorgruppen

Den Auftakt machte die Nordenhamer Nachwuchsformation Keep me in your Prayers mit Sänger und Gitarrist Til Jasper Kara, Gitarrist Finley Sewelies, Lars Grüneisen am Bass und Justin Ehré – er ist der Sohn von Michael Ehré – am Schlagzeug. Für Nico Othold am Synthesizer war der Auftritt eine Premiere. Sechs Songs, die die Band selbst in die Sparte Melodic Metalcore einordnet, präsentierte das Quintett – alle selbst geschrieben und richtig gut. Das wussten die Zuhörer zu würdigen. Es blieb beileibe nicht bei dem allenfalls wohlwollenden Beifall, den Nachwuchsmusiker aus der Region oftmals ernten, wenn sie in der mitunter undankbaren Rolle der Vorband agieren.

Noch mehr Begeisterung brachte die Jahnhalle für die erfahrene Metalformation Nine Eyes Nation aus Wilhelmshaven auf, zu der die ehemaligen Mob-Rules-Mitglieder Oliver Fuhlhage und Matthias Mineur gehören. Dichtes Gedränge von der Bühne bis hin zum Thekenbereich, begeistertes Mitklatschen und -springen, wenn Sänger Carsten Stepanowicz mit seiner kraftvollen Stimme loslegte, dazu jede Menge Power bei den melodischen Rocksongs – so macht Heavy Metal Spaß.

Der Höhepunkt war dann natürlich der Auftritt von The Unity, die die Jahnhalle regelrecht zum Kochen brachten. In Nordenham spielte die Band nach ihrer Herbsttournee, die sie gemeinsam mit Axel Rudi Pell Band durch Köln, Bochum, Leipzig, Wien und andere Großstädte führte, zum zweiten Mal. Schlagzeuger Michael Ehré sei es gedankt.

Charismatischer Sänger

Die sechsköpfige Formation um den charismatischen Sänger Gianbattista Manenti stellte ihr neues Album „Rise“ vor. Es beinhaltet dynamische Songs, die nicht nur die eingefleischten Metalfans in der Jahnhalle begeisterten. Dazu gab es eine aufwendig inszenierte Licht- und Bühnenshow, die die Besucher mitriss.

Unter ihnen befanden sich zwei Metalfans, die nicht mehr ganz so jung sind, das Geschehen auf der Bühne in Unity-Fan-Shirts aber von Beginn an begeistert verfolgten. Es handelte sich um Jutta und Peter Ehré, die Eltern von Michael und Großeltern von Justin Ehré. „Von mir haben sie ihr Talent nicht“, grinste Peter Ehré. „Aber mein Vater, der hat auch Musik gemacht.“

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