Nordenham Regen, unangenehme Temperaturen, eine graue Wolkendecke – so manch einer kämpfte am Freitag wahrscheinlich schon mit einem aufkommenden Novemberblues. Nicht so diejenigen, die sich am Abend in der Jahnhalle eingefunden hatten. Denn hier sorgten funkige, soulige, rockige, jazzige und poppige Rhythmen für gute Stimmung.

Beim alljährlich stattfindenden deutsch-französischen Freundschaftstreffen standen drei Bands aus Nordenham und der Partnerstadt Saint-Étienne-du Rouvray in der Normandie auf der Bühne. Den Auftakt machte die siebenköpfige Formation Funktomas, in der Musiker aus beiden Partnerstädten mitspielen. „Eigentlich ist das heute ein Spontanauftritt“, sagte Sängerin Jeniffer Carstens. „Wir haben gestern erst entschieden, was wir spielen werden.“

Die Kurzfristigkeit des zusammengestellten Programms mit individuell gecoverten Songs wie „Drift away“ von KC Roberts & the Live Revolution oder „Freak you“ von Nils Landgren und dem von Keyboarder Yeti geschriebenen „Rock to the Rhythm“ war den Musikern allerdings überhaupt nicht anzumerken.

Viel Applaus erhielt gleichermaßen das Trio Groovin Beasts, das vor drei Jahren aus der Trommel-AG des Nordenhamer Gymnasiums hervorgegangen ist. Da der Keyboarder Ben Minßen erkrankt war, übernahm Yeti seinen Part. Gemeinsam mit den Schlagzeugern Ole Schneider (15) und Jan Korth (17) spielte er reine Instrumentalmusik, die mal spacig, mal arabisch oder experimentell wirkte. Mehr als die Hälfte ihrer vielseitigen Elektro-Technomusik hat die Band selbst entwickelt.

Zum Schluss waren dann die Powerchords aus Saint-Étienne-Du-Rouvray zu hören. Die siebenköpfige Mädchenband bot aktuelle und ältere Popsongs wie beispielsweise „Time after Time“ von Cindy Lauper und „The Show must go on“ von Queen. Für die Französinnen war es bereits der zweite Auftritt am Freitag. Denn am Vormittag hatte es ein Schulkonzert mit vier Klassen des Gymnasiums gegeben. Dort waren ebenso die Juniorband der Schule, die Highheads, und auch die Groovin Beats aufgetreten.

„Die Woche ist super gelaufen“, freute sich Stefan Jaedtke nach dem Ende des Konzerts am Abend. „Es ist ein Glücksfall, dass der Austausch mit den Franzosen so super läuft.“ Der Jahnhallenchef engagiert sich seit vielen Jahren für den deutsch-französischen Austausch. Mit dem französischen Alt-Saxofonisten und Betreuer der Mädchengruppe, Luc Gosselin, verbindet ihn mittlerweile eine enge Freundschaft.

In diesem Herbst standen für die Gäste aus Saint-Étienne-Du-Rouvray gleich mehrere interessante Ausflüge auf dem Programm, darunter unter anderem Führungen durch das Auswandererhaus, das Alfred-Wegener-Institut und das Stadttheater in Bremerhaven sowie ein Besuch des Bremer Freimarktes.

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