Nordenham Kichererbsen aus Indien, frittierter Reis aus Nigeria, Couscous-Salat aus Syrien, Kroketten mit Sauerkraut und Pilzen aus Polen, Moussaka aus Griechenland, Falafel aus Afghanistan und die sensationellen süßen Teigbällchen von der Elfenbeinküste: Wer am Freitag zur Mittagszeit den Offenen Treff des Mehrgenerationenhauses besuchte, staunte nicht schlecht. Ein interkulturelles Büfett auf vier Meter klappbarem deutschen Bierzelttisch – da wirkte die Schüssel mit den schwäbischen Spätzle fast schon ein bisschen exotisch.

15 Frauen aus aller Herren Länder hatten gekocht, geschnippelt und gebacken. Der Verein Refugium Wesermarsch, der sich um Migranten kümmert und ihnen die Integration in Deutschland erleichtern will, hatte zur kulinarischen Weltreise eingeladen. Und er hatte auf viele Besucher gehofft. Diese Hoffnung erfüllte sich allerdings nicht. Beim globalen Gaumenschmaus hielt sich der Gästeandrang in Grenzen.

Schade für die Frauen, die Couscous und Co. überwiegend zu Hause vorbereitet hatten. Zeliha Aykanat vom Refugium hatte darum gebeten, dass die Frauen typische Gerichte aus ihren Herkunftsländern mitbringen. Hintergrund der Aktion im Rahmen der Interkulturellen Woche ist der Gedanke, dass sich die Menschen aus den verschiedenen Ländern beim Essen näherkommen. Im Pädagogenjargon spricht man von einem niederschwelligen Angebot. Trotz der niedrigen Schwelle sind aber jede Menge Köfte und gefüllte Weinblätter übrig geblieben.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den Corona-Update-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Diejenigen, die dabei waren, schwärmten vom kulinarischen Abenteuertrip. Und auch die Teilnehmerinnen am interkulturellen Frauentanzabend, der am Abend zuvor im Mehrgenerationenhaus stattgefunden hatte, schwärmten. Die Veranstaltung, ebenfalls ein Beitrag zur Interkulturellen Woche, war ein „Gänsehaut-Garant“ – zumindest für Claudia Redmer. Die Leiterin des Mehrgenerationenhauses tanzte fleißig mit und freute sich über die ausgelassene Stimmung.

Lisa Schlesies-Janßen hatte als DJane, zumindest was die Musikauswahl anbetrifft, nicht allzu viel zu tun. Denn die Musik brachten die Frauen überwiegend selbst mit. Unter anderem wurden moldawische, mazedonische, russische und kurdische Tänze aufgeführt. „Es war ein Super-Abend“, berichtete Zeliha Aykanat. Und auch Claudia Redmer war begeistert. „Jeder wurde animiert mitzumachen. Die Stimmung war fantastisch.“ Am interkulturellen Tanzabend hatten allerdings auch nur 30 Frauen teilgenommen.

Jens Milde Nordenham / Redaktion Nordenham
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.