Nordenham Und dann kommt die kalte Dusche – ausgerechnet zur Prime Time am Samstagabend. Plötzlich schüttet es wie aus Eimern. Der Marktplatz ist wie leer gespült. Was soll’s, denken sich die Musiker der Gruppe Promise: Wir spielen einfach weiter. Und als sich die Regenwolken gegen 22 Uhr wieder verziehen, schaffen sie es tatsächlich, den ins Stocken geratenen Stadtfest-Motor wieder in Schwung zu bringen. „Wie heißt die Mutter von Niki Lauda?“ fragen sie. „Malle ist nur einmal im Jahr“, singen sie. „Viva Colonia“. Und immer wieder „Zickezackezickezacke heu, heu, heu“. Das zieht immer. Auch beim überwiegend jungen Publikum, das sich vor der Bühne versammelt hat.

Die Band macht ihren Job. Und sie macht ihn gut. Das gilt für alle Gruppen auf der Marktplatz-Bühne. Sie haben die gängigen Partyhits im Programm. Die, mit denen man nichts falsch machen kann, wenn es darum geht, ein Publikum in Stimmung zu bringen. Schlager, Rockklassiker, ein bisschen Malle und Klamauk. Drumherum Bierbuden, Pommes, Bratwurst und Dosenwerfen.

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Es fehlt der Charme

Zum zweiten Mal findet das Nordenhamer Stadtfest in der abgespeckten Variante statt. Das bedeutet: keine Bühnen und keine Buden in der Fußgängerzone. Das Partygeschehen konzentriert sich auf dem Marktplatz. Und trotzdem gibt es kein Gedränge an den Buden. Es ist noch nicht so lange her, da war es ein schwieriges Unterfangen, an einem Samstagabend am Biertresen zeitnah einen Ansprechpartner zu finden. Das ist 2019 kein Problem. Das ist angenehm, aber auch ein Indiz dafür, dass das Nordenhamer Stadtfest längst nicht mehr so viele Menschen anlockt wie in früheren Jahren.

Vier Tage Stadtfest sind zu Ende. Und einmal mehr häufen sich die Kommentare in den sozialen Netzwerken. Für die einen kann das Stadtfest so bleiben, wie es ist. Andere wünschen sich Veränderungen. Die NWZ möchte wissen: Wie hat Ihnen das Nordenhamer Stadtfest 2019 gefallen? Für freuen uns über Lob und Kritik. Und wir freuen uns über Anregungen, was besser gemacht werden könnte. Schreiben Sie uns bitte, wenn sie Ideen haben. Oder rufen Sie uns an. Sie erreichen uns per E-Mail an red.nordenham@nwzmedien.de und telefonisch unter 04731/99882200.

Veranstalter Peter Böseler ist dennoch zufrieden. Am Donnerstag und Freitag herrscht fast schon Bilderbuchwetter. „Die Stimmung war prächtig, und die Schausteller waren überwiegend zufrieden.“ Der Samstag ist allerdings ein Schlag ins Kontor. Wegen des Regens kommen über mehrere Stunden die Zapfhähne zum Stillstand. „Zum Glück füllte sich am späten Samstagabend der Marktplatz wieder,“ sagt Peter Böseler. Am Sonntagnachmittag ist die Resonanz mittelprächtig bis gut.

Für Peter Böseler ist es das vorerst letzte Nordenhamer Stadtfest, das er auf die Beine stellt. Ihm ist nicht verborgen geblieben, dass die Kritik an der Veranstaltung in den vergangenen Jahren zugenommen hat. Deshalb möchte er nicht weitermachen. „Es ist gut, dass die Organisation mal in andere Hände geht. Auf jeden Fall hoffe ich, dass es mit dem Nordenhamer Stadtfest weitergeht.“ Die Stadt hat die Ausrichtung der Party öffentlich ausgeschrieben. Sie wünscht sich ausdrücklich frische Ideen für das Stadtfest.


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Jens Milde Nordenham / Redaktion Nordenham
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