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Nordenham Torsten Lange war gerade einmal zwei Monate Mitglied bei der Niederdeutschen Bühne „De Plattdüütschen“, da wurde er auch schon zum Bühnenleiter gewählt. Jetzt sind zwei Jahre vergangen, und es war an der Zeit für ihn, Bilanz zu ziehen. Die zurückliegende Amtszeit war für den Vorsitzenden auch ein Balanceakt zwischen Kontinuität auf der einen Seite sowie Infragestellen, Ausprobieren und Erneuerung auf der anderen Seite.

Das nächste Stück heisst „Een kommodigen Avend“

De Plattdüütschen stehen bereits in den Startlöchern für die Vorbereitungen zu ihrer neuen Komödie „Een kommodigen Avend“. Ende Oktober ist Premiere. Regie führt Jürgen Reiners.

Zum 50. Todestag von Alma Rogge wollen die Plattdüütschen gemeinsam mit der Nachwuchsgruppe Tusculum ein Stück über die Heimatdichterin auf die Bühne bringen. Regie führen Katrin Busch und Leon Nungesser.

Im Frühjahr 2019 kommt der Hamburger Opernsänger und Erfolgsregisseur Philipp Lüsebrink an die Unterweser und wird mit den Nordenhamern eine Musikrevue einstudieren.

Für die Mitglieder gibt es Ende Juli und zum Advent Klönrunden mit Grill- und Punschabend.

Ab der Spielzeit 2019/2020 sollen die Abos von Jahresabos auf Spielzeitabos umgestellt werden.

Seit seinem Amtsantritt, sagte Torsten Lange, haben sich 16 neue Plattdüütsche dem inzwischen 102 Mitglieder zählenden Verein angeschlossen. Hinzu kommen noch einige Bühnenakteure, die zwar nicht offiziell beitraten, sich aber dennoch hinter und auf der Bühne engagieren. Viele Mitglieder konnte die Bühne neu für die Schauspielerei begeistern. Viele von ihnen standen zunächst nur als Statisten auf der Bühne, haben aber Feuer gefangen und werden demnächst auch in größere Rollen schlüpfen.

Die Jugendgruppe Tusculum hat einen Generationenwechsel durchlebt, sich unter der Regie ihres quirligen Regisseurs, dem Hildesheimer Studenten für Szenische Künste, Leon Nungesser, breiten Raum für Experimente gegönnt und mit ihrem jüngsten Stück „De Physiker“ dann einen bemerkenswerten Einstand gegeben.

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Generationenkonflikt

„Vom jüngsten Tusculaner um die 12 Jahre bis zu den Gründungsmitgliedern um 90 Jahren klaffen fast achtzig Jahre Unterschied an Lebenserfahrung,“ rechnete der Bühnenleiter vor. So etwas führe unweigerlich zu einem Generationenkonflikt, doch Theater lebe von Konflikten. „Wir brauchen beides: Die Erfahrungen der langjährigen Mitglieder und die Impulse der neuen. Wir brauchen die jungen Wilden ebenso wie die besonnenen Älteren.“

Mit dieser Einstellung scheinen die Plattdüütschen richtig zu liegen: 1400 Besucher vergnügten sich im „Kasino Friedrich-August-Hütte“ bei den beiden Aufführungen „Bella Donna“ und „Rund um Kap Horn“, 400 Zuschauer aller Altersgruppen applaudierten den Nachwuchs-Mimen von Tusculum bei Dürrenmatts Klassiker „De Physiker“, 500 Gäste wurden bei den zusätzlichen kulturellen Appetithäppchen – einer Aufführung des Bremer Tourneetheaters, der Lesung der Autorin Kirstin Gier und dem humorvollen plattdeutschen Vortrag von Gerd Spiekermann – gezählt.

Weitere Vermietungen der Räumlichkeiten spülten zudem zusätzliches Geld in die Vereinsschatulle. So konnte Kassenführerin Alexandra Natascha Heinrichs später dann auch von einer soliden Kassenlage sprechen, zumal Fördergelder durch die Stadt Nordenham, die Hofmann-Stiftung und die Raiffeisenbank Varel-Nordenham flossen.

Veränderungen „mit Happy End“, sagte Torsten Lange weiter, gab es aber auch bei der langwierigen Überprüfung der Heizungsanlage, der Verbesserung der Akustik durch Versetzen der Lautsprecher sowie bei der Suche nach jemandem, der sich um die Saalvermietung kümmert. Hier lösten zum Jahreswechsel Petra und Rainer Wilks das Ehepaar Heidi und Karl-Heinz Winter ab, die hier über viele Jahre hinweg aktiv gewesen waren.

Lange wiedergewählt

Bei den im Zwei-Jahres-Rhythmus anfallenden Neuwahlen wurden der Bühnenleiter Torsten Lange und die Kassenwartin Alexandra Natascha Heinrichs in ihren Ämtern bestätigt. Zum neuen Spielleiter wählte die Versammlung Udo Rohde, zur Jugendvertreterin Bettina Müller, zur Beisitzerin Irene Warnke und zum Kassenprüfer Gerold Heinen. Das Amt des Pressewartes übernimmt Torsten Lange in Personalunion kommissarisch.

Der neue Vorstand beglückwünschte abschließend Alexander Cleve, Gerold Heinen und Traute Funk zu 10 Jahren Mitgliedschaft im Verein, gratulierte Georg Modersitzki anlässlich der Komödienaufführung „Rund um Kap Horn“ am 27. Februar zu seinem 300. Einsatz hinter der Bühne und bedankte sich bei den ausscheidenden Saalvermietern und ihren Helferinnen Elke Puhl und Edith Dirksen.

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