Nordenham Bisher haben es nur die Musikredakteure der einschlägigen Fachmagazine zu hören bekommen: An diesem Freitag, 14. September, erscheint das neue Album der Metal-Band The Unity. Das Echo der Kritiker sorgt bei Michael Ehré für gute Laune. Der Nordenhamer, der in der Band Schlagzeug spielt, freut sich über die positive Resonanz. Und er ist natürlich mächtig gespannt, wie das Album beim Publikum ankommt.

„Rise“ heißt der Tonträger. Und der Titel, der zu deutsch „aufsteigen“ bedeutet, steht sinnbildlich auch für das, was sich Michael Ehré und seine Bandkollegen vom zweiten Unity-Album versprechen. „Wir haben die Hoffnung, dass es noch ein bisschen nach oben geht“, sagt der 47-Jährige. Grund für diese Zuversicht sind nicht nur die positiven Kritiken, sondern auch die stetig wachsende Zahl der Fans. Die Verkaufszahlen des Debütalbums waren gut. Die Konzerte, die The Unity nach der Veröffentlichung gespielt hat, waren ziemlich erfolgreich. „Wir sind zweimal auf Tour gewesen, haben auf Festivals gespielt, hatten zwei fast ausverkaufte Konzerte als Headliner in Hamburg und Oldenburg. Wenn man sieht, dass es in Tschechien einen Unity-Fanclub gibt, wenn man sieht, dass Fans aus Holland weite Anreisen in Kauf nehmen, um uns zu sehen, dann macht das natürlich Mut“, sagt Michael Ehré. „Es gibt sogar eine Frau aus Japan, die immer wieder zu unseren Konzerten kommt.“

Das Album „Rise“ von The Unity gibt es ab diesen Freitag in vielen verschiedenen Versionen vom limitierten Box Set bis zum Download.

Die Tour gemeinsam mit Axel Rudi Pell führt die Band durch Deutschland sowie nach Tschechien, Ungarn, die Slowakei und Österreich. Auftakt ist am Donnerstag, 18. Oktober, im Aladin in Bremen. Als Headliner ist The Unity am Samstag, 17. November, in der Nordenhamer Jahnhalle zu hören.

Michael Ehré sieht The Unity nicht als klassische Heavy-Metal-Band. Das liegt an der durchweg positiven Stimmung in den Songs und an den eingängigen Melodien. „Irgendjemand hat gesagt, dass die CD eigentlich ein Sommeralbum ist und etwas spät rauskommt. Ganz unrecht hat er nicht.“

Aber eine frühere Veröffentlichung wäre völlig unmöglich gewesen. „Eigentlich war der Termin im September schon Irrsinn“, erzählt der Nordenhamer, der zugibt, noch nie unter einem solchen Zeitdruck gearbeitet zu haben. Anfang des Jahres kam nämlich die Anfrage, im Oktober als Vorgruppe zusammen mit Axel Rudi Pell auf Tournee zu gehen. Das war natürlich ganz im Sinne der Band, die bei solchen Konzerten viel mehr Metal-Fans erreicht, als wenn sie alleine unterwegs ist. Es hatte aber auch zur Folge, dass sich die Jungs sputen mussten, weil sie nicht ohne neues Album auf eine solche Tour gehen wollten. Vom Songwriting bis zur Aufnahme musste alles in einem knappen halben Jahr über die Bühne gehen. „Wir hatten schon vor, nach dem erfolgreichen ersten Album schnell ein zweites nachzulegen, damit uns die Leute nicht gleich wieder vergessen.“ Aber etwas mehr Zeit hätten Michael Ehré und seine Kollegen schon gerne gehabt.

Die Unsicherheit, ob das neue Material gut genug ist, um mit dem Erstling mitzuhalten oder ihn zu toppen, ist aber inzwischen gewichen. Auch in Nordenham wird The Unity zu hören sein – am 17. November in der Jahnhalle. Für Michael Ehré ist das Konzert nicht nur deshalb etwas Besonderes, weil es sich um ein Heimspiel handelt, sondern auch wegen einer der beiden Vorgruppen. Neben Nine Eyes Nation sind im Vorprogramm Keep Me In Your Prayers zu hören. Und dort sitzt ein junger Mann namens Justin am Schlagzeug. Er ist 14 Jahre alt und der Sohn von Michael Ehré.


Sehen Sie ein Video unter   www.youtube.com/watch?v=as7vgyctieq 
Jens Milde
Nordenham
Redaktion Nordenham

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