Nordenham Wohin mit der Kunst in Nordenham? Diese Frage treibt die Mitglieder des Kunstvereins schon seit einigen Monaten um. In den vergangenen Jahren haben sie für ihre Ausstellungen einen Anbau des Alten Rathauses genutzt. Das Problem: Dieser Anbau gehört der Gemeinnützigen Nordenhamer Siedlungsgesellschaft. Und die braucht zunehmend mehr Platz. Inzwischen hat die GNSG zwei Büroarbeitsplätze in dem Raum eingerichtet. Es wird zunehmend schwieriger, dort Ausstellungen zu veranstalten. Wegen der beengten Verhältnisse haben zwei Künstler, die dort ihre Werke zeigen wollten, dem Verein eine Absage erteilt. Besserung ist nicht in Sicht. Und deshalb sucht der Kunstverein dringend nach einem neuen Domizil.

Zumindest für diesen Monat hat der Verein das Raumproblem gelöst. Er ist auf den Marktplatz gegangen. „Baumgalerie“ nennt sich das Projekt, mit dem sich der Verein am kommenden Freitag, 13. September, an der Langen Nacht der schönen Künste beteiligt. Mitglieder des Vereins haben Tücher bemalt und damit bereits Anfang der Woche 15 Bäume auf dem Marktplatz eingewickelt. Außerdem wollen sie die Nordenhamer dazu ermuntern, ihrem Beispiel zu folgen. Am kommenden Freitag von 17 bis 21 Uhr können alle Interessierten zum Stand des Kunstvereins am Südrand des Marktplatzes kommen und dort ebenfalls Tücher bemalen. Der Kunstverein stellt diese Tücher und wasserfeste Farbe zur Verfügung. Für 19.15 Uhr ist ein Rundgang als eine Art Vernissage geplant.

Wer sich an der Aktion beteiligen möchte, kann aber auch vorher aktiv werden. Die Tücher sollten 1,20 Meter lang und 1,60 Meter breit sein. Wer noch ein altes Bettlaken übrig hat, kann schonmal loslegen. Wer ein solches Tuch benötigt, kann sich aber auch bei Dr. Peter Klan melden (Telefon   04731/21439).

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Bäume, die mit den Tüchern verziert werden können, gibt es nicht nur auf dem Marktplatz, sondern auch an der Bahnhofstraße. Die Idee zu der Baumgalerie hat sich die Zweite Vorsitzende des Kunstvereins, Doris Becker, bei dem baskischen Maler und Bildhauer Agustin Ibarrola abgeguckt, der 1984 in seiner spanischen Heimat einen Garten mit bemalten Bäumen und Felsen geschaffen hat. In Nordenham sollen die Tücher bis zum 27. September hängen bleiben.

Der Kunstverein möchte mit der Aktion Bürger zum Mitmachen animieren und Kunst im öffentlichen Raum zeigen. Und er möchte dabei ganz nebenbei auch auf sein Raumproblem aufmerksam machen. Natürlich ist eine Open-Air-Ausstellung keine dauerhafte Lösung für das Problem des Kunstvereins. Aber zumindest für den Moment macht der Verein aus der Raumnot eine Tugend – und das auf ziemlich kreative Weise.

Jens Milde Nordenham / Redaktion Nordenham
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