Nordenham Das Marcus Schinkel Trio, das seit mehr als zwei Jahrzehnten in der Original-Besetzung spielt, ist in Nordenham keine unbekannte Formation. Der Bonner Pianist Marcus Schinkel, der niederländische Schlagzeuger Wim de Vries und der Kölner Bassist Fritz Roppel hatten bereits im März 2017 bei den Nordenhamer Tastentagen auf der Bühne der Jahnhalle gestanden. Jetzt sind die drei hochkarätigen Musiker mit Engagements in Europa, Russland, der Karibik und in Vietnam gemeinsam mit dem Sänger Johannes Kuchta aus Königswinter im Nordenhamer Kulturhaus aufgetreten.

Voyager IV nennt sich ihre Band, die sich in der europäischen Progressive-Rock-Szene längst einen Namen gemacht hat und einen gelungenen Mix aus Progressiv- und Jazzrock bietet.

Bilder einer Ausstellung

Mal waren es reine und anspruchsvolle Instrumentalstücke, die das Quartett am Sonnabend in der Jahnhalle präsentierte, mal eingängige Gesangsstücke. Sie alle lehnen sich an den Klavierzyklus „Bilder einer Ausstellung“, eine Komposition von Modest P. Mussorgski aus dem Jahr 1874, an. Sie waren unter anderem auch von der bekannten Band Emerson, Lake & Palmer interpretiert worden.

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Die Voyagers haben diese Musikstücke mit vielen klassischen Elementen neu bearbeitet und dabei mehrere Eigenkompositionen entwickelt. Für den begnadeten Pianisten Marcus Schinkel, der sich einerseits schon immer für Werke von Beethoven und Schubert, andererseits aber auch für Bands wie Deep Purple und Metallica begeistern konnte und seit seiner Kindheit ein Faible für Schaltpulte hat, genau das Richtige, wie er seine Nordenhamer Fans wissen ließ. „All das versuche ich zusammenzubringen und zu vermitteln“, sagte er.

Auf den anfänglichen Instrumentalsong „Promenade“ folgte das preisgekrönte Stück „Samuel Goldenberg & Schmuyle (My Point Of View)“. Der Bonner Musiker brillierte am Piano und legte ein traumhaftes Solo hin. Aber nicht nur er begeisterte das Publikum. Der Singer-Songwriter Johannes Kuchta schaffte es problemlos, die Zuhörer mit seiner ausdrucksstarken Stimme, die an den frühen Peter Gabriel erinnert, in den Bann zu ziehen. Bereits nach wenigen Darbietungen löste sich nach seiner Aufforderung auch der sogenannte Nordenhamer Graben vor der Bühne auf, was alles viel entspannter wirken ließ.

Voller Dynamik

Imposant waren zudem das gekonnte und dynamische Spiel auf dem sechssaitigen Bass, das Vokal-Duett, das Schlagzeugsolo und die Darbietungen auf den Miniinstrumenten mit E-Handdrum, Bass-Ukulele und Miniaturklavier. Das Publikum war derart angetan von der harmonisch und perfekt wirkenden Musik mit den kosmischen Space-Rock-Klängen, dass kaum einer die Theke aufsuchte, um sich etwas zu trinken zu holen.

Mehr als zwei Stunden dauerte das äußerst vielseitige Crossover-Projekt, bei dem die vier Musiker ohne Pause durchspielten. Hinzu kam die ausgefeilte Lichttechnik. Seit kurzem verfügt die Jahnhalle über eine LED-Lichtanlage mit sechs Moving-Heads und einem neuen Lichtmischpult. Die Multifunktionsscheinwerfer erlauben verschiedene Farbvarianten und Lichteffekte, die am Sonnabend erstmals zum Einsatz kamen. Rund 70 Musikfreunde konnten somit ein herausragendes Konzert erleben. Einige von ihnen ließen es sich nicht nehmen, sich persönlich bei Jahnhallenchef Stefan Jaedtke für die tolle Aufführung mit den großartigen Musikern zu bedanken.

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