Nordenham Viel Applaus spendeten die rund 120 Besucher beim Konzert des Xenon-Saxofon-Quartetts. Das junge Kammermusik-Ensemble gastierte auf Einladung der Goethe-Gesellschaft in der Jahnhalle. Das Ensemble leitet seinen Namen von dem seltenen einatomigen Edelgas Xenon ab. So besonders wie dieses wertvolle Element ist, so wollen die vier Saxofonisten ihre musikalische Leidenschaft ihrem Publikum vorstellen.

Für Lukas Stappenbeck (Sopran), Anze Rupnik (Alt), Adrian Durm (Tenor) und Benjamin Reichel (Bariton) ist der Name nach eigener Aussage Verpflichtung, musikalisch eine Einheit, mit disziplinierter Spielfreude höchste Professionalität zu erreichen. Das Quartett hat seit der Gründung im Jahr 2010 zahlreiche Konzerte im In- und Ausland gegeben.

Der Vorsitzende der Goethe-Gesellschaft, Dr. Burghard Leimbach, freute sich, dieses Konzert für die Mitglieder der Goethe-Gesellschaft zum Nulltarif anbieten zu können. „Mein Dank geht an die Treue der Mitglieder. Seit drei Monaten sind wir mit einer Anzahl von 336 die größte von insgesamt 62 Goethe-Gesellschaften in Deutschland“, berichtete er und erntete spontanen Beifall.

Die vier Instrumentalisten des Xenon-Quartetts, allesamt Absolventen der Hochschule für Musik und Tanz in Köln, eröffneten das Konzert mit einem Satz aus der Holberg-Suite von Edward Grieg. Hier klang bereits die unglaubliche Leichtigkeit und Präzision des Ensembles an. Ein Hörgenuss fand sich auch mit der Bearbeitung des Stückes „Bilder einer Ausstellung“ von Modest Mussorgsky (1839-1881). Die vier Musiker bestachen durch Exaktheit und künstlerischem Gestaltungswillen. Da war eine königliche Promenade zu hören, ein verschrobener Gnom, ein mächtiges Schloss oder ein flirrender, plappernder Markt. Da war die Mühsal des Ochsen Bydlo zu spüren oder die mystische Hütte der Baba Yaga ließ die Gäste erschaudern.

Wer die bekannte Orchesterbearbeitung des Stückes „Bilder einer Ausstellung“ (gemeint sind die Bilder von Viktor Hartmann) von Maurice Ravel im Ohr hatte, wurde von Xenon nicht enttäuscht – sie sind zwar nur zu viert, können aber wie ein ganzes Orchester klingen. Der zweite Teil brachte zunächst eine meisterlich gespielte Fantasie und Fuge von Johann Sebastian Bach (a-Moll, BWV 904). Mit Auszügen aus der Nussknacker-Suite stand dann mit dem Komponisten Peter Tschaikowski (1840-1893) ein weiterer russischer Komponist im Mittelpunkt der Programmauswahl von Xenon. Auch hier klang das Ensemble leicht und präzise.

Weiter ging es mit zwei Tangos des Argentiniers Astor Piazzolla, die einen klanglich interessanten Gegensatz zur russischen Weite brachten. Erst nach einigen Zugaben und viel Beifall entließ das Publikum Xenon schließlich von der Bühne.

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