Nordenham Der Geruch von Schweiß ist spätestens bei den Bremer Mad Monks, der zweiten Band des Abends, nicht mehr zu verleugnen. Und es wird zunehmend warm in der Jahnhalle. Alles kein Wunder, denn drei Bands heizen am Samstag den mehr als 300 Gästen beim ausverkauften Rocktober Lied für Lied dermaßen ein, dass an Stillstehen nicht zu denken ist.

Ob nun Die Meldung aus Nordenham, die Mad Monks aus Bremen oder Drei Meter Feldweg aus Salzhausen (Lüneburger Heide): Punkrock- und Ska-Fans kommen an diesem Abend voll auf ihre Kosten. Und wo Punkrock ist, ist Fonsstock nicht weit: Shirts des Festivals tragen viele, Ur-Fonsstocker und Fans geben sich die Biere in die Hand.

Die Meldung

Mit Bier schlägt sich auch wieder der Bogen zur Musik, denn Flüssigkeitszufuhr ist an diesem Abend besonders wichtig. Schon beim Auftakt, den Die Meldung spielen darf, dauert es nicht lange, bis der Bereich vor der Bühne aus hüpfenden und tanzenden Körpern besteht. Mit ihrem tanzbaren Punkrock-Metal-Mix hat sich die Band seit ihrer Gründung 2016 schon eine treue Fangemeinde erspielt. Den Slogan des Abends geben die Musiker dann auch gleich aus: „Suff, Punk, Rock’n’Roll!“, sagt Sänger Niklas Kanthack. Na dann mal Prost!

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Mad Monks

Vergessen hat er dabei nur den Ska, den die Organisatoren durch die Buchung der Mad Monks zur Verfügung gestellt haben. Eine gute Wahl, war die vierköpfige Band doch schon seit mehreren Jahren nicht mehr in Nordenham.

Doch was die „verrückten Mönche“, so die wörtliche Übersetzung des Bandnamens, abliefern, fühlt sich so an, als wären sie nie weg gewesen. Die Posaune von Matthias Streich macht das Ska-Gefühl perfekt und beim „Circle of Death“ lassen sich die Besucher nicht lange bitten – und tanzen wild im Kreis und gegeneinander. Die frische Luft in der Umbaupause vor der letzten Band des Abends haben sich die Punk-Fans nach so viel Einsatz dann auch durchaus verdient. Wie viele Liter an dieser Stelle schon verschwitzt wurden: unbekannt.

Drei Meter Feldweg

Der Nachteil, wenn man kurz an der frischen Luft war: Es kommt einem Drinnen doppelt so warm vor wie vorher. Wenn die Headliner dann auch noch Drei Meter Feldweg sind, dann setzen sich Pogo und Spaß fort als hätte es keine Pause gegeben.

Sänger Bennet Ramm peitscht das Publikum an als gäbe es kein Morgen. Drei Meter Feldweg sind ein würdiger Abschluss des Abends und zeigen eindrücklich: Punk ist nicht tot, im Gegenteil – er hat sehr vielversprechenden Nachwuchs.


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Claus Arne Hock Redakteur / Online-Redaktion
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