Nordenham Der Konzertabend mit dem Hamburger Sänger und Songwriter Daniel Welbat war sicher eines der Highlights im diesjährigen Veranstaltungskalender der Jahnhalle. Der begnadete Bluesmusiker mit der unverkennbaren Reibeisenstimme und seine exzellente Band haben es einfach drauf.

Rund zwei Stunden lang präsentierte die Formation Wellbad ihrem Nordenhamer Publikum wieder einen unheimlich guten, abwechslungsreichen und ausgefeilten Musik-Mix aus Roots-Rock, Blues, Jazz und Funk. Und das gleich in der XL-Version.

Denn die drei Bläser Volker Bruder (Trompete, Flügelhorn), Oli Poppe (Altsaxophon, Klarinette) und Matthias Schinkopf (Alt- und Baritonsaxophon, Querflöte) stehen normalerweise nur bei den wirklich großen Konzerten mit auf der Bühne. Umso schöner für die 120 Zuhörer im Nordenhamer Kulturhaus.

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Vielseitiger Musikabend

Im Fokus stand am Sonnabend die neueste CD „Heardbeast“, die erst im Sommer erschien und quasi der Soundtrack zu einem Film ist, der jedoch nie gedreht wurde. Erzählt wird in den zwölf ganz unterschiedlichen Songs eine dramatische Liebesgeschichte, die an die Abgründe des menschlichen Seins führt und musikalisch einfach unheimlich gut umgesetzt wurde.

Das zeigte sich bei dem Debütstück „Young“, das bereits enorm energiegeladen wirkt und mit seinen pulsierenden Klängen die Nordenhamer sofort in den Bann zog. Da wurde vor der Bühne gleich nach den ersten Takten schon ordentlich mitgegroovt und applaudiert.

Diese Begeisterung war den ganzen Abend lang zu spüren, zumal Daniel Welbat eine Bühnenshow hinlegte, die es in sich hatte und ihn an seine körperlichen Grenzen zu bringen schien. In dem einen Moment raste er noch über die Bühne, animierte zum Mitklatschen, dann tanzte er, kniete, lag kurz am Boden, mal mit Gitarre, mal mit Percussion-Instrumenten, aber immer mit dem Mikro in der Hand.

Bereits vor der Pause war der Mann mit Bart, schwarzem Hemd und schwarzer Hose klatschnass geschwitzt, was das Energiebündel aber nicht davon abhielt, auf der Bühne weiterhin alles zu geben. Man spürte hautnah, wie sehr Daniel Welbat in seiner Musik und der dazugehörigen Performance aufgeht. So authentisch wirkte der Hamburger mit seiner ausdrucksstarken Gestik und Mimik und dem Talent fürs Komische.

Mehrere Zugaben

Auch die Musiker um ihn herum vermittelten diese Begeisterung, vor allem, als sie am Ende dieses unvergesslichen Musikabends mit mehreren Zugaben noch einmal bei den Solodarbietungen zeigten, was in ihnen steckt.

Da der E-Gitarrist Arne Vogeler am Sonnabend verhindert war, trat die Band mit ihrem früheren E-Gitarristen Lennard Eggers auf, der jetzt in Düsseldorf Jazzmusik studiert.

Komplettiert wird die Formation Wellbad, die einige vielleicht aus dem Fernsehen kennen, und die bereits beim größten internationalen Blues-Wettbewerb in Memphis und auf Jazzfestivals in Toronto und Montreal zu hören war, durch Stefan Reich (Bass, Kontrabass), Jonas vom Orde (Schlagzeug, Percussion) und Simon Andresen (Keyboard).

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