Nordenham Es ist zwanzig nach acht. Fünf Bläser kommen über die Empore der Jahnhalle in den Saal herunter. Alle sind ganz in Schwarz gekleidet und spielen gekonnt ein tolles Medley.

Vier von ihnen gehören dem französischen Teil der Formation Funktomas & Four Funky French Friends aus Nordenhams Partnerstadt St.-Étienne-du-Rouvray an. Es sind Josselin Sauvage (Trompete), Cédric Clodet (Posaune, Percussions) und die Saxophonisten Alain Vincent und Luc Gosselin. Der Fünfte im Quintett ist Roberto Vicchio aus Berlin. Der Gastspieler hatte durch Zufall ein Video der deutsch-französischen Band gesehen und wollte unbedingt bei den diesjährigen Konzerten in Nordenham und Bremerhaven mit dabei sein.

Zwei Auftritte

Für die zwei Auftritte am Wochenende ist der gebürtige Sizilianer, der seit drei Jahren in Deutschland lebt, mit seiner Trompete eigens aus der Hauptstadt angereist. Während die Bläser noch für ihre Debut-Fanfare viel Applaus erhalten, betreten die sieben anderen Bandmitglieder die Bühne, auf der es mit einem ganzen Dutzend Musikern recht voll wird. Die Stimmung ist jetzt schon gut und ausgelassen.

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„Habt ihr Bock auf Soul? Habt ihr Bock auf Funk?“, fragt Thomas Maréchal die mehr als 150 Zuhörer aller Altersgruppen. Dann geht es auch schon los mit dem quirligen Mix aus gecoverten Songs, Eigenkompositionen und viel Improvisation. Von Anfang an klatscht das Publikum mit, tanzt und groovt vor der Bühne. Mal bei Coverstücken wie „Higher Ground“ (Stevie Wonder, 1968) oder „Horny“ (Mousse T., 1988), dann wieder bei selbst geschriebenen Liedern wie dem „Rock to the Rhythm“ von Yeti und der US-amerikanischen Singer-Songwriterin Al-Yasha Anderson, die erst vor drei Wochen in dem Kulturhaus für einen beeindruckenden Konzertabend gesorgt hatte. „Ich fühle mich dadurch wirklich geehrt. Das ist eine tolle Überraschung“, meint die in Las Vegas lebende Musikerin lachend. Sie verfolgt den Auftritt von Funktomas & Four Funky French Friends mit ihrem Mann von der Empore aus.

„Lebensfreude durch gemeinsames Musizieren“ – so lautet das Motto des Abends, der einmal mehr der Völkerverständigung zwischen Deutschen und Franzosen dient. Die Begeisterung für Funk und Soul und das musikalische Miteinander sind bei beiden Sets und den abschließenden Zugaben durchweg zu spüren. Die Zuhörer haben ebenfalls richtig Spaß. Immer wieder wird applaudiert, auch bei den mitunter ausdauernden Solonummern.

Wenig Zeit zum Üben

Ein Lob an dieser Stelle für den Sänger Tommy Maréchal, der kurzfristig für Christian Bakotessa eingesprungen ist und sich schnell in der deutsch-französischen Formation, der nie viel Zeit zum Üben bleibt, als Frontmann zurechtfindet. Zusammen mit Pasco Schulz und Jennifer Carstens legt er einen überzeugenden Auftritt hin.

Der Name Four Funky French Friends ist eben Programm: Er steht für funkige und frische Fetenmusik, zu der auch Yeti als Keyboarder, Dennis Eickermann am Bass, Johannes Bluth als Gitarrist und Dirk Mengedoth am Schlagzeug beitragen.

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