Nordenham Witterungsbedingt war die Jahnhalle zum diesjährigen Jour de France eher spärlich besetzt. Doch die beiden Stellvertretenden Vorsitzenden der Freundeskreise Nordenham – Saint-Etienne-du-Rouvray und Rodenkirchen – Petit-Caux, Edith Zurhold-Duvieuxbourg und Christian Köppen, ließen sich davon nicht entmutigen und auch der Stimmung tat dies keinen Abbruch.

In ihrer Begrüßung machten die beiden deutlich wie wichtig in den heutigen Zeiten die freundschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und Frankreich seien. Die scheinbare Erbfeindschaft zwischen Deutschland und Frankreich sei immer wieder von mutigen Vorreitern für ein friedliches und vereintes Europa entkräftet worden.

Erste Verbindungen

So wurde Bereits 1950 die erste deutsch-französische Kommunalpartnerschaft zwischen französischen Überlebenden aus Konzentrationslagern und dem Bürgermeister von Ludwigsburg aufgebaut. Nach den Schrecken des Zweiten Weltkriegs sei dies ein besonderes Ereignis gewesen, das als Vorbild für die heute zwei- bis dreitausend Kommunalpartnerschaften fungiere.

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Der neu geschlossene Aachener Vertrag solle dabei an die Verantwortung gegenüber der Europäischen Einigung erinnern, denn diese werde maßgeblich von der deutsch-französischen Kooperation geprägt, betonten die beiden Vertreter der Freundeskreise. Zu diesem Schluss kam auch Bürgermeister Carsten Seyfarth, der sich für ein starkes Europa aussprach: „Es ist wichtig das Konzept Europa nicht in Frage zu stellen. Bei aller Kritik die man sicherlich an verschiedenen Stellen äußern kann, darf der europäische Frieden keine Frage, sondern muss die Antwort sein.“

Doch die Politik sollte an diesem Abend nicht im Zentrum stehen. Den Jour de France wollten die Freundeskreise mit ihren Gästen musikalisch begehen. Sie hatten das Trio Marie Giroux, Jenny Schäuffelen und Heiko Michels in die Jahnhalle geladen. Unter dem Motto Blessur d’Amour – Anatomie der Liebe traten die Musiker eine musikalische, wissenschaftliche, historische und vor allem leidenschaftliche Reise in die Geheimnisse der Liebe an.

Unterschiedliche Rollen

Die drei Musiker nahmen verschiedene Rollen ein: Als Historiker und Mystiker wusste Gitarrist Heiko Michels schaurige Geschichten über Liebespraktiken des Mittelalters zu erzählen: Um ihrem Mann nach einem Streit eins auszuwischen kneteten die Frauen im Mittelalter „das Brot auch schonmal mit dem Hintern“, erzählte Heiko Michels.

Pianistin Jenny Schäuffelen nahm dagegen die Rolle der pragmatischen Naturwissenschaftlerin ein, die das Geheimnis der Liebe von der biochemischen Seite aus betrachtete. Eine Injektion mit dem Hormon Oxytocin, dem eine beruhigende Wirkung nachgesagt wird, sei das beste Mittel gegen Untreue, meinte sie.

Sängerin Marie Giroux präsentierte die Liebe in der Welt der Gefühle. Ihre Botschaft trug sie mit viel Gefühl in ihren Liedern vor.

Dabei wechselte sie scheinbar mühelos zwischen den verschiedenen Stimmlagen. Ihre vielseitige Stimme zeigte Marie Giroux unter anderem bei Opernstücken von Puccini und Bizet und krönte ihren Auftritt schließlich mit dem Titel Plaisir d’aimer des französischen Komponisten Jean-Paul-Égide Martini aus dem Jahr 1785. Durch die Interpretation von Nana Mouskouri wurde das Stück in das Repertoire der klassischen Chansons aufgenommen und passte so hervorragend in das Programm des Trios.

Das Publikum dankte den Musikern mit langanhaltendem Applaus. Traditionell gab es auch an diesem Abend französische Köstlichkeiten wie Rotwein und französischen Käse zum musikalischen Programm serviert.

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